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Schwuler Sex in allen Facetten und Stellungen
Auf der Berlinale sorgte "Queerpanorama"-Regisseur Jun Li mit einer Palästina-Rede für einen Eklat, über seinen sinnlichen Film wurde kaum gesprochen. Beim Queerfilmfestival ist er jetzt erneut zu sehen.
- 03. September 2025
Ein schwuler Mann lässt sich durch die Apartmentkomplexe Hongkongs treiben, von einem Sex-Date zum nächsten – und immer nimmt er dabei eine neue Identität an. Manchmal entsteht für einen Moment eine Verbindung, echte Intimität. Andere Male wird es hässlich.
Jedes Mal studiert er sein Gegenüber genau und imitiert dessen Persönlichkeit beim nächsten Date. So ist er Schauspieler, Wissenschaftler, Architekt, Lieferant, Lehrer, immer auf der Suche. Und nur wirklich er selbst, wenn er vorgibt, jemand anderes zu sein.
Mal vorsichtig tastend, mal unnachgiebig bohrend: Mit seinem dritten Spielfilm gelingt Regisseur Jun Li ein sensibles Filmgedicht über die Schönheit von Einsamkeit und jene flüchtigen Begegnungen, die ein Leben verändern. "Queerpanorama" ist ein sinnlicher Film, der unterhält und anregt und wie nebenbei über die Abgründe schwuler Dating-Kultur philosophiert. Und ein Film, der Sex so zeigt, wie er einfach so passiert, in allen Facetten und Stellungen.
"Queerpanorama" wurde bereits im Februar auf der Berlinale gezeigt. Mit seiner Aussage bei der Vorführung, Deutschland würde "Genozid" an den Palästinenser*innen unterstützen, löste Regisseur Jun Li damals polizeiliche Ermittlungen aus (queer.de berichtete). Fragen von queer.de zum Eklat wollte er damals nicht beantworten.
Nun ist der Film Anfang September beim Queerfilmfestival erneut zu sehen. Der Filmverleih Salzgeber hat am Dienstag einen Teaser veröffentlicht. Offizielle Szenenbilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)











