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Ein queerer Film aus China – ohne Zensurfreigabe

In seinem neuen Drama "Bel Ami" entwirft der chinesisches Regisseur Geng Jun ein schwarz-weißes, queeres Panorama von Liebe, Begehren und zweckmäßigen Allianzen im Schatten der Oppression.

  • 10. September 2025

Eine vor Kälte erstarrte Stadt im Nordosten Chinas. Hier versucht ein schwuler Mann mittleren Alters, der eigenen inneren Stagnation zu entkommen und eine neue Liebe zu finden. Parallel dazu beschließt ein lesbisches Paar, einen Mann zu suchen, um zu heiraten und ein Kind bekommen zu können.

Regisseur Geng Jun entwirft in seinem neuen Film "Bel Ami" ein schwarz-weißes, queeres Panorama von Liebe, Begehren und zweckmäßigen Allianzen im Schatten der chinesischen Oppression. In einer spielerischen Form verbindet er tief empfundene Melancholie mit überraschendem, lakonischem Humor und zeigt, wie schwierig, ja sogar unwahrscheinlich es für Menschen mit all ihren Eigenheiten ist, tatsächlich mit einem anderen zusammenzukommen.

Geng Jun ist ein chinesischer Regisseur aus der nordöstlichen Provinz Heilongjiang, wo alle seine Filme angesiedelt sind. Mit seinem vorherigen Werk "Manchurian Tiger" (2021) hat er den Hauptpreis beim Shanghai Film Festival gewonnen. "Bel Ami" ist ohne chinesische Finanzierung und Zensurfreigabe entstanden. In Taiwan wurde der Film bei den Golden Horse Awards mehrfach ausgezeichnet.

Deutschland-Premiere feiert "Bel Ami" beim Filmfest Hamburg, das vom 25. September bis 4. Oktober 2025 in der Hansestadt stattfindet. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)


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