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Puppentheater über eine schwule Liebe in Nazi-Deutschland

Das Theaterstück "Hannes und Paul" von Elke Schmidt verbindet römische Liebeslyrik mit der Homosexuellen-Verfolgung im Nationalsozialismus. Am 9. Oktober gibt es wieder eine Aufführung!

  • 28. September 2025

Am Donnerstag, den 9. Oktober 2025 um 20 Uhr gastiert das mehrfach geförderte Puppentheater-Stück "Hannes und Paul" von Elke Schmidt in der Villa Erckens, Museum der Niederrheinischen Seele, in Grevenbroich.

Die tragische Liebeskomödie für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren beginnt 1943 in einer Bombennacht in einer deutschen Stadt. Frau Schumann sitzt in ihrer Küche und strickt für die Ostfront. Sie hat gerade ihren Sohn verloren, nicht an den Krieg, sondern an die Liebe.

Das beginnt im Latein-Unterricht mit "Pyramus und Thisbe". Hannes spielt den Pyramus und sein Freund Paul die Thisbe, und beide müssen erkennen, dass da mehr als Freundschaft zwischen ihnen wächst. Plötzlich beginnen sich Leben und Spiel miteinander zu verflechten. Und sie kommt, die Liebe mit 16 – die erste Liebe.

Die Besonderheit dieser packenden Inszenierung liegt in der Verschmelzung zweier auf den ersten Blick vollkommen unterschiedlicher Themen. "Pyramus et Thisbe", 2.000 Jahre alte Liebeslyrik, sowie die tödliche Homofeindlichkeit im nationalsozialistischen Deutschland. Eine Schauspielerin und verschiedene direkt geführte Figuren agieren an diesem besonderen Abend im Museum.

Karten kosten 16 Euro und sind an der Museumskasse oder über reservix.de zu erwerben. (cw/pm)


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