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Die verschwiegene lesbische Liebe der Maria Reiche
Jetzt im Kino: Der Spielfilm "Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien" erzählt die wahre Geschichte einer queeren Dresdner Lehrerin und Archäologin, die in Peru zur Nationalheldin wurde.
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- 02. Oktober 2025
Peru in den 1930er Jahren: Während sich in Europa der Faschismus ausbreitet, verdient sich die junge Dresdnerin Maria Reiche (Devrim Lingnau) als Mathematiklehrerin in der Hauptstadt Lima. Doch ihre wahre Berufung wartet weiter südlich der kosmopolitischen Metropole, in der Wüste von Nazca. Der französische Archäologe Paul (Guillaume Gallienne) überredet Maria, für ihn einige Schriftstücke zu übersetzen, von denen er sich Hinweise auf ein uraltes Kanalsystem in der Gegend erhofft. Stattdessen stoßen sie mitten in der staubigen Einsamkeit auf eines der größten Rätsel der Menschheitsgeschichte: gigantische, mit mathematischer Präzision in den Sand gescharrte Linien und Figuren, die Maria sofort in ihren Bann ziehen.
Nahezu besessen davon, das Geheimnis der Geoglyphen zu ergründen, ist sie bereit, ihr bisheriges Leben, ihre Liebe und ihre Arbeit als Lehrerin hinter sich zu lassen. Allein auf sich gestellt widmet sich Maria fortan mit unerschütterlichem Einsatz der Erforschung und dem Erhalt der Nazca-Linien … auch gegen den Widerstand der Mächtigen Perus.
Der Spielfilm "Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien" von Damien Dorsaz, der seit dem 25. September 2025 im Kino läuft, ist an das bewegende Leben der Archäologin angelehnt. Nicht fiktiv ist ihre Liebe zu einer anderen Frau, die im Film aber leider nur am Rande eine Rolle spielt.
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"Gerade in Peru wird vehement bestritten, dass Maria Reiche ihr Leben mit einer anderen Frau geteilt hat", erklärte dazu Produzent Oliver Damian im Interview mit der Wochenzeitung "Freitag". Das Thema sei in dem südamerikanischen Land "zu heikel" gewesen. "Maria Reiche ist quasi eine Heilige in Peru. Sie hat die höchsten Auszeichnungen des Staates bekommen, nach ihr sind Straßen benannt und sogar ein Flughafen. Es gibt in der peruanischen Geschichte nicht viele Persönlichkeiten, die so herausgestellt werden wie sie", so Damian. "Dass sie eine lesbische Liebesbeziehung hatte, wird nirgendwo erzählt und das streiten auch alle ab, während es außerhalb von Peru weithin bekannt und kein großes Thema ist. Deshalb war es am Ende eine dramaturgische Entscheidung, es so ambivalent zu inszenieren, denn wir wollten es auch nicht ganz aussparen." (cw)

















