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Drei Männer bekommen ein Baby
Das Hamburg International Queer Film Festival fand in diesem Jahr zum 36. Mal statt. Ausgezeichnet wurde u.a. die bewegende norwegische Doku "Tre Fedre" (Fatherhood).
- 22. Oktober 2025
Das Hamburg International Queer Film Festival, das in diesem Jahr zum 36. Mal stattfand, hat die Gewinnerinnen bekanntgebeben. Insgesamt wurden am vergangenen Wochenende vier Publikumspreise verliehen.
Der Preis für die beste Dokumentation (Dokula) ging an "Tre Fedre (Fatherhood)". Der Film von Even G. Benestad (Norwegen, 2025) begleitet David, Kristopher und Sindre, drei sympathische schwule Männer, die beschlossen haben, als Throuple zusammenzuleben – und genau genommen nicht nur zu dritt, denn Kristopher ist schwanger.
Der Weg dorthin war jedoch mühsam: Wie viele trans Männer in Norwegen bis 2016, wurde auch Sindre zwangssterilisiert. So blicken die "tre fedre" nicht nur hoffnungsvoll nach vorn, sondern – im Ringen um Anerkennung für Sindre – auch schmerzvoll zurück.
Als bester Spielfilm mit der "Globola" wurde das Drama "Dreamers" von Joy Gharoro-Akpojotor ausgezeichnet, in dem zwei Frauen im britischen Abschiebezentrum von Hatchworth trotz bürokratischer Härten und existenzieller Unsicherheit zueinanderfinden. Der Film war im September auch beim Queerfilmfestival zu sehen.
Die "Ursula" (der beste Kurzfilm) gewann "Gender Reveal" von Mo Matton (Kanada, 2024). Der Preis für den besten deutschen Kurzfilm ("Made in Germany") ging an "Kiss Kiss Wolf ⁽ ¨̮⁾˚‧♡" von lynn t musiol (2024). (cw/pm)
















