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Marc und Marco haben "Ja" gesagt

In der neuen Staffel der Doku-Soap "Hochzeit auf den ersten Blick" hat Sat.1 zum ersten Mal ein schwules Paar zusammengestellt. So verlief das erste Kennenlernen der beiden Männer auf dem Standesamt!

  • 29. Oktober 2025

Findet Marc (40) aus Hamburg endlich den richtigen Mann an seiner Seite? In der zweiten Folge der neuen Staffel von "Hochzeit auf den ersten Blick" haben am Dienstag erstmals in der zwölfjährigen Geschichte der Doku-Soap zwei Männer geheiratet: Pflegedienstleiter Marc und der zehn Jahre jüngere Kommissar-Anwärter Marco (30) aus dem Saarland (queer.de berichtete).

Das Blind Date auf dem Standesamt verläuft emotional. Marc und Marco brauchen für ihre Kommunikation fast keine Worte. Bei den beiden passt die Stimmung von Anfang an, und sie verstehen sich blind. Und beide sagen natürlich "Ja"…

"Hochzeit auf den ersten Blick" wird seit 2014 von Sat.1 ausgestrahlt. Das Konzept stammt von der dänischen Sendung "Gift Ved Første Blik". In jeder Staffel der Sendung werden nach mehreren Casting-Durchgängen von Expert*innen mehrere Paare zusammengestellt, die bei ihrem ersten Zusammentreffen in einem Standesamt eine rechtsgültige Ehe eingehen. Anschließend wird gezeigt, wie die Paare Hochzeitsreise und Alltag miteinander verbringen. Nach sechs Wochen steht die Entscheidung an, ob sie sich wieder scheiden lassen wollen.

Neue Folgen gibt es immer dienstags um 20:15 Uhr in SAT.1 und kostenlos auf Joyn.

Die Doku-Soap steht seit Jahren in der Kritik, vor allem wegen ihres Konzepts, bei dem sich zwei Menschen zum ersten Mal am Traualtar begegnen. Kritiker*innen bemängeln, dass die angeblich wissenschaftliche Partnervermittlung nicht immer nachvollziehbar sei und eher der Dramaturgie der Sendung als tatsächlicher Beziehungsqualität diene. Zudem wird hinterfragt, inwieweit die emotionale Belastung für die Teilnehmenden ausreichend berücksichtigt wird, da sie sich in einer sehr öffentlichen und intensiven Situation befinden.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Inszenierung und den Einfluss der Produktion auf die dargestellten Beziehungen. Beobachter*innen werfen dem Format vor, Konflikte gezielt zu verstärken oder durch Schnitt und Darstellung ein verzerrtes Bild der Realität zu erzeugen. Auch ethische Fragen spielen eine Rolle, etwa hinsichtlich Privatsphäre, Einvernehmlichkeit und dem Umgang mit sensiblen persönlichen Themen. Trotz dieser Kritik bleibt die Sendung erfolgreich, was zeigt, dass sie weiterhin ein großes Publikumsinteresse an ungewöhnlichen Beziehungsformaten bedient. (mize)


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