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Eine kleine Zeitreise durch Münchens queeres Leben
Im neuen "Y History"-Film "AIDS und die 80er – wie starb mein Onkel Fred?" von Phillip Syvarth geht es um politische Kämpfe, persönliche Schicksale und den Mut der queeren Community in München.
- 03. Dezember 2025
In den 1980er Jahren blüht die queere Community in München auf und sogar Freddie Mercury macht hier Party. Ein zentraler Anlaufpunkt für die Community ist die Kneipe "Freds Pub". Als ein neues Virus nach Deutschland kommt, erkrankt deren Wirt Fred, 1998 stirbt er an den Folgen von Aids. Die "Y History"-Reportage "AIDS und die 80er – Wie starb mein Onkel Fred?" von BR und Radio Bremen begleitet Freds Neffen Claude auf der Suche nach Antworten.
"Y History"-Reporter Phillip Syvarth hilft Claude bei dieser bewegenden Spurensuche, die über Onkel Freds Schicksal weit hinaus geht: Der Film beleuchtet zum Welt-Aids-Tag persönliche Schicksale und politische Kämpfe. Der Film blickt auch auf Freddie Mercurys Schicksal, der seine HIV-Diagnose nur einen Tag vor seinem Tod überhaupt öffentlich macht, und auf den unerschütterlichen Mut der queeren Community. Eine Reise in die Vergangenheit, die zeigt, welche Spuren die 1980er Jahre bis heute hinterlassen.
Im Schwabinger Krankenhaus in München erfährt Reporter Phillip Syvarth, unter welchen schwierigen Bedingungen Pionierarzt Hans Jäger die ersten HIV-Patient*innen behandelte – ohne Medikamente oder Forschungsgelder, aber mit Empathie und Mut. In Münchens queerem Archiv unterstützt Sabrina Bernd nicht nur bei der Suche nach Antworten über Onkel Fred, sondern sie teilt auch ihre eigenen Erinnerungen davon, wie die lebendige queere Szene sich plötzlich veränderte, als Aids kam, und wie schnell sie erste Menschen verlor.
Die Recherche führt weiter zum CSD in Nürnberg und in alte Archivaufnahmen, wo die politische Dimension der Aids-Krise deutlich wird. Pläne für Meldepflicht und Zwangstestungen in Bayern: der so genannte Maßnahmenkatalog von Innenstaatssekretär Peter Gauweiler, der Angst und Schrecken unter HIV-Positiven verbreitete, während die damalige Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth Aufklärung und Solidarität forderte.
Der Film zeigt, wie eine queere Generation hart für Akzeptanz und Rechte kämpfen musste – Errungenschaften, die noch heute nachwirken. Am Ende steht Claude einem alten Freund von Onkel Fred gegenüber – doch kann er wirklich Antworten liefern? (cw/pm)

















