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"Bin ich queerer, als ich tue?": Galaxus macht sich über Alice Weidel lustig
In einem neuen Werbespot legt sich der Online-Händler Galaxus Deutschland mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und den Wähler*innen der rechtsextremen Partei an.
- 07. Dezember 2025
Der Schweizer Onlineshop Galaxus will in Deutschland expandieren – und sorgt zumindest mit seiner aktuellen Werbekampagne für reichlich Aufmerksamkeit und einen Shitstorm von rechts. Über "Diffamierung" und eine "links-woke Moral-Lektion" empörte sich etwa der Hamburger AfD-Landeschef Dirk Nockemann.
Konkret geht es um das 47-Sekunden-Video "Deutschlands ehrlicher Onlineshop", in dem eine junge Frau bei dem Spiel "Wer bin ich?" scheinbar erraten soll, dass sie die lesbische AfD-Partei- und -Fraktionsvorsitzende Alice Weidel ist. "Kennt man mich in letzter Zeit vor allem wegen einer blonden Frau?", fragt sie wenig begeistert. "Hatte die irgendwas mit der Schweiz zu tun?". Auch das ist richtig, ebenso wie die Aussage: "Bin ich queerer, als ich tue?". Schließlich fragt sie korrekt: "Und wählen mich auch Idioten?" Als sie glaubt, die Lösung zu wissen, meint sie: "Ernsthaft, dann bin ich Alice…"
Der Nachname wird jedoch mit einem Piepton zensiert, während die junge Frau einen Brechreiz simuliert. Als sie erfährt, dass die Antwort falsch ist, wirkt sie erleichtert: "Zum Glück, dann bin ich Galaxus." So steht es auch auf dem Post-it-Zettel, der an ihrer Stirn klebt.
Im September 2023 war Alice Weidel im ARD-Sommerinterview mit der Frage konfrontiert worden, wie sie die Queerfeindlichkeit der AfD mit sich vereinbare. Ihre Antwort "Ich bin nicht queer, sondern ich bin mit einer Frau verheiratet, die ich seit 20 Jahren kenne", sorgte bundesweit für Kopfschütteln (queer.de berichtete). Sie selbst fühle sich als lesbische Frau nicht diskriminiert, meinte Weidel, distanzierte sich von der Regenbogenflagge und stellte die Akzeptanz von trans Menschen als Gefahr für Kinder dar. (mize)
















