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Schwule Pinguine könnten erneut Eltern werden

Die beiden Eselspinguine Sphen und Magic machten vor einem Jahr Schlagzeilen, als sie liebevoll ein Junges ausbrüteten. Das Sea Life Aquarium in Sydney gab ihnen nun erneut ein Ei.

  • 05. November 2019, noch kein Kommentar

91 Gramm wog Sphengic, als das Küken am 19. Oktober 2018 als "erstes Kind" der beiden gesund auf die Welt kam (queer.de berichtete). Wenige Monate später konnte bestimmt werden, dass es sich um ein Mädchen handelt. Für weltweiten Medienwirbel und viele Reaktionen in sozialen Netzwerken hatte freilich das Geschlecht der Eltern gesorgt: Sphen und Magic waren den Pflegern in den Monaten zuvor aufgefallen, weil sie stets zusammen watschelten, gemeinsam schwimmen gingen und als Männerpaar sogar ein Nest aus Steinen bauten.


Zwei Männer und ein Ei. Bild: SEA LIFE Sydney Aquarium

Nach einem Probelauf mit einem unechten Ei gaben die Pfleger dem Paar dann damals eines, das sie von einem anderen Paar mit zwei Eiern genommen hatten. Um das Küken kümmerten sich Sphen und Magic sorgevoll, sich stets beim Bebrüten abwechselnd.

Kurz nach dem ersten Geburtstag von Sphengic könnte sie nun bald einen Bruder oder eine Schwester bekommen: Zur aktuellen Fortpflanzungssaison gaben Pfleger dem Paar erneut ein Ei. "Sie haben das sauberste und größte Nest in der Kolonie und als wir bemerkten, dass ein anderes Paar Schwierigkeiten hatte, zwei Eier gleichzeitig zu bebrüten, beschlossen wir, das zweite Ei dem 'Power Couple' der Kolonie zu geben", so Pinguin-Aufpasserin Tish Hannan.


Im Oktober feierten Pfleger den ersten Geburtstag Sphengics. Bild: SEA LIFE Sydney Aquarium

Noch sei unklar, ob das Ei befruchtet sei. Ein Küken hätte bei Sphen und Magic aber beste Voraussetzungen: "Baby Sphengic hatte einen hervorragenden Start in das Leben unter ihrer Obhut und während sie noch ein Bündel an Energie und sehr laut ist, ist sie gut herangewachsen, aber immer noch ziemlich unsicher, was alle Erwachsenen in dieser Zuchtsaison machen", meinte Hannan.

Gleichgeschlechtliche Paare seien in der Balz nicht ungewöhnlich, so Hannan im letzten Jahr. Anders als bei vielen Säugetier-Arten teilen sich männliche und weibliche Pinguine ihre Elternpflichten genau zur Hälfte auf. Deshalb gebe es zwischen Männchen und Weibchen auch keinen Unterschied im Brutverhalten.


Sphengic mit den stolzen Vätern kurz nach der Geburt. Bild: SEA LIFE Sydney Aquarium

Immer wieder berichten Medien über gleichgeschlechtliche Pinguin-Paare, die erfolgreich Eltern werden. 2009 wurden etwa im Zoo von Bremerhaven die Pinguine Z und Vielpunkt zu stolzen Vätern. In diesem Jahr hatten Pfleger des Berliner Zoos den Königspinguinen Skipper und Ping ein Ei zum Ausbrüten überlassen; es platze allerdings nach wenigen Wochen unbefruchtet auf (queer.de berichtete).



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05. November 2019
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