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Queeres Erwachen eines 15-Jährigen

Über 60 queere Filme sind in diesem Jahr auf der Berlinale zu sehen. Zu den herausragenden Weltpremieren zählt u.a. der Kurzfilm "When I Get Home" von Edgar Adrián. Wir zeigen einen Ausschnitt!

  • 13. Februar 2026

Mit der Berlinale begann am Donnerstag eines der großen internationalen Filmfestivals. Noch bis zum 22. Februar 2026 werden insgesamt 277 Filme aus 80 Ländern präsentiert – darunter immerhin 61 mit queeren Themen. Weltpremiere feiert u.a. "When I Get Home" von Edgar Adrián.

Im Mittelpunkt des Kurzfilms steht der 15-jährige Paco, der mit seiner Großmutter Pina, einer Näherin, die mit ihrer Arbeit und ihrer beständigen Präsenz die Familie unterstützt, in einem Arbeiter*innenviertel im mexikanischen Guadalajara lebt. Die meiste Zeit verbringt er mit seiner besten Freundin Andrea. Sie gehen zusammen zur Schule, spazieren durch die Nachbarschaft und teilen Momente der Nähe, in denen Paco frei aussprechen kann, was er denkt und wie er sich fühlt.

Zu Hause beobachtet er Pinas Welt, den Rhythmus ihrer Arbeit, ihre sich wiederholenden Gesten und ihre stille Zuneigung. Als sie ihm ein Hemd näht, verspürt Paco ein Unbehagen, das er nicht genau benennen kann. Es geht um seinen Platz in der Welt und die Art und Weise, wie er gesehen wird. Ohne es auszusprechen, erforscht er dieses Gefühl durch kleine Gesten, bis er das Kleidungsstück, das seine Großmutter für ihn genäht hat, so verändert hat, dass es seinem Wunschbild entspricht.

Während des Patronatsfestes der katholischen Kirche schlendert Paco mit Andrea über den Jahrmarkt in ihrer Nachbarschaft und lernt dort Mario kennen, einen älteren Teenager, der eine neue und verwirrende Anziehungskraft auf ihn ausübt. Zwischen Karussellfahrten und einem gemeinsamen Abstecher in den Park erlebt Paco die Spannung zwischen dem, was er fühlt, und dem, was er zu zeigen wagt. Zurück zu Hause verändert sich dadurch auch still und leise die Beziehung zu seiner Großmutter.

"When I Get Home" ist ab 18. Februar im Rahmen von Kurzfilmprogrammen mehrfach im Kino zu sehen (alle Termine). Der Film ist auch für einen Teddy Award nominiert. Der unabhängige queere Filmpreis wird am 20. Februar in der Volksbühne verliehen. Mehr zum queeren Programm der Berlinale gibt es hier. (cw)


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