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Trailer-Premiere: "Kokuho – Meister des Kabuki"
Mitreißend, bildgewaltig und zugleich sinnlich erzählt der japanische Film "Kokuho – Meister des Kabuki" die Geschichte zweier Ausnahmekünstler, die sich ab Mitte der 1960er Jahre in der traditionellen Theaterform Kabuki behaupten wollen.
- 01. März 2026
Nagasaki, 1964 – Nach dem Tod seines Vaters, dem Anführer einer Yakuza-Bande, wird der 14-jährige Kikuo von einem berühmten Kabuki-Schauspieler unter seine Fittiche genommen. Zusammen mit dem einzigen Sohn des Schauspielers, Shunsuke, beschließt er, sich dieser traditionellen Theaterform zu widmen. Über Jahrzehnte hinweg wachsen und entwickeln sich die beiden jungen Männer gemeinsam weiter. Von der Schauspielschule bis zu den größten Bühnen, inmitten von Skandalen und Ruhm, Brüderlichkeit und Verrat… Jedoch kann nur einer von ihnen zum größten Meister der Kabuki-Kunst werden.
Das historische Drama "Kokuho – Meister des Kabuki", das als erster japanischer Film eine Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bestes Make-up und Hairstyling" erhalten hat, ist ein mehrere Jahrzehnte umfassendes epochales Meisterwerk. Mitreißend, bildgewaltig und zugleich sinnlich erzählt der Film die Geschichte zweier Ausnahmekünstler, die sich ab Mitte der sechziger Jahre in der traditionellen Theaterform Kabuki behaupten wollen und dabei unerwartete Hürden überwinden müssen. Nur einer von ihnen wird zum größten Meister seiner Kunst mit dem Ehrentitel "Kokuho" (Nationalschatz).
Mit seiner emotionalen Wucht, der präzisen Figurenzeichnung und einer eindrucksvollen visuellen Handschrift bestätigt Regisseur Sang-Il Lee ("Rage", "Villain") erneut seine Position als einer der wichtigsten Regisseure des zeitgenössischen japanischen Kinos. Mit über 14 Millionen Kinobesucher*innen in Japan ist "Kokuho – Meister des Kabuki" der erfolgreichste japanische Spielfilm aller Zeiten.
Kabuki ist eine klassische Form des japanischen Theaters, die Musik, Tanz und dramatisches Spiel zu einer eindrucksvoll stilisierten Bühnenkunst verbindet. Entstanden im 17. Jahrhundert, entwickelte sie sich zu einem prägenden Bestandteil der japanischen Kultur und verkörpert bis heute historische Erzählungen, ästhetische Ideale und gesellschaftliche Leitbilder. Als bedeutendes immaterielles Kulturerbe wurde Kabuki im Jahr 2005 von der Unesco als Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit anerkannt.
Charakteristisch für Kabuki ist die bis heute gepflegte Tradition, dass auch weibliche Figuren von männlichen Darstellern verkörpert werden. Diese auf Frauenrollen spezialisierten Schauspieler heißen Onnagata oder Oyama. Ihr künstlerischer Anspruch besteht darin, Weiblichkeit nicht nur darzustellen, sondern sie in besonders idealisierter Form zu verkörpern, u.a. durch gezielte Stimmführung, eine spezifische Körperhaltung, kontrollierte Bewegungen und fein ausgearbeitete Gestik.
"Kokuho – Meister des Kabuki" startet am 26. März 2026 im Verleih von 24 Bilder bundesweit im Kino. Offizielle Szenenbilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)










