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Ein schwuler Lehrer wird erst gemobbt, dann suspendiert

Mit dem bewegenden Kurzfilm "Der schwule Kaiser" hat der Wahlpflichtkurs Filmproduktion der Oberschule Wathlingen den zweiten Preis beim niedersächsischen Schüler*innen-Kurzfilmwettbewerb "ganz schön anders" gewonnen.

  • 19. März 2026

Die Jury lobte ihn als "mutiges Zeichen gegen Hass gegenüber homosexuellen Menschen" und "Weckruf, sich nicht von der Meinung anderer anstecken zu lassen, sondern aufzustehen": Beim niedersächsischen Schüler*innen-Kurzfilmwettbewerb "ganz schön anders" wurde der sechsminütige Film "Der schwule Kaiser" mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Das Video vom Wahlpflichtkurs Filmproduktion der Oberschule Wathlingen erzählt vom Mobbing des schwulen Lehrers Herrn Kaiser, nachdem Schüler*innen auf seinem Handy zufällig ein Foto von ihm und seinem Freund entdeckten. Der Kurzfilm zeige, "wie erschreckend schnell aus Sprüchen echter Hass wird", erklärte die Jury. "Was als Getuschel beginnt, endet bei einem beschmierten Auto und einer Kündigung. Das ist mehr als ganz schön unfair!" Auch Eltern hatten gegen schwulen Lehrer mobilisiert.

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Die Jury war begeistert von den Regieeinfällen der Filmcrew: "Ein schwarzer Bildschirm – wir hören nur die Stimmen der Eltern. Ihr gemeines Getuschel verbreitet sich wie ein Gift in der Dunkelheit. Das ist ganz starkes Kino!" Gelobt wurden auch Schnitt, Musik und Nahaufnahmen, die uns die Angst von Herrn Kaiser körperlich spüren ließen: "Euer Spiel ist so echt, dass wir unmittelbar mitfühlen."

Insgesamt hatten mehr als 140 junge Filmteams aus ganz Niedersachsen Beiträge eingereicht. Die Auszeichnung wurde am Mittwoch vor rund 500 Jugendlichen im Astor Kino Hannover verliehen. (cw)


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