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Die transformative Kraft queerer Wahlfamilie
Wie sich eine Dorfgemeinschaft auf die Seite der lesbischen Kandidatin für das Bürgermeisteramt stellt und sich dadurch die Situation im Dorf zum Positiven verändert, zeigt die südkoreanische Komödie "Manok" von Yu-jin Lee.
- 06. April 2026
Manok, die Besitzerin einer einst ikonischen Lesbenbar in Seoul, erlebt den Tiefpunkt ihres Lebens, als ihre Mutter stirbt und ihre Bar von einer jüngeren queeren Szene verdrängt wird. Enttäuscht von ihrer Partnerin und der queeren Community, die sie einst mit aufgebaut hat, kehrt sie in ihr ländliches Heimatdorf zurück. Dort wird sie mit Vorurteilen und Ablehnung konfrontiert – und ihrem homophoben Ex-Mann, der ausgerechnet Bürgermeister ist. Als sie erfährt, dass seine Amtszeit endet, startet Manok eine impulsive Gegen-Wahlkampagne, getragen von Trotz, Humor und Herz.
Im Spielfilm "Manok" von Yu-jin Lee verleiht die erfahrene koreanische Schauspielerin Yang Mal-bok der Rolle eine mitreißende Präsenz und verkörpert eine selbstbewusste queere Mentorin, die sich mit dem Älterwerden und der eigenen Widerstandskraft auseinandersetzt. Als Geheimnisse ans Licht kommen und die Spannungen steigen, muss Manok sich entscheiden: Kämpft sie für ihre persönliche Rehabilitierung oder für eine Gemeinschaft, die sich nur widerwillig verändert?
Statt sich auf die Konflikte zu konzentrieren, richtet "Manok" einen humorvoll-romantisch-utopischen Blick auf Zusammenhalt innerhalb der queeren Community. Ob cis oder trans, jung oder alt, vom Land oder aus der Stadt – Yu-Jin Lee feiert in ihrem Langfilmdebüt generationenübergreifende Solidarität und die transformative Kraft queerer Wahlfamilie. Eine furchtlose, witzige und bewegende Komödie über Community und das Standhaftbleiben in Zeiten der Veränderung.
Das 43. Internationale Frauenfilmfestival (IFFF) Dortmund/Köln zeigt "Manok" am 25. April 2026 um 20:30 Uhr im Filmhaus Köln (Maybachstraße 111, 50670 Köln). Die Komödie gehört zum Programm der Sektion "begehrt! – filmlust queer". Zur Auswahl gehört auch die Dokumentation "Between Goodbyes" von Jota Mun über eine queere koreanische Adoptierte, die erstmals in Deutschland gezeigt wird. (cw/pm)
















