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Fiktive Gruppentherapie der Geschlechtsorgane
Der Dokumentarfilm "Hot Cunt, reconsidering pleasure" wagt einen radikalen, humorvollen und völlig ungeschönten Blick auf ein Thema, das trotz Pornografie-Overkill immer noch schambehaftet ist: die weibliche Lust und Selbstliebe.
- 08. April 2026
Der neue Dokumentarfilm "Hot Cunt, reconsidering pleasure" wagt einen radikalen, humorvollen und völlig ungeschönten Blick auf ein Thema, das trotz Pornografie-Overkill immer noch schambehaftet ist: die weibliche Lust und Selbstliebe.
"Hot Cunt, reconsidering pleasure" porträtiert Menschen, die sich auf unterschiedlichster Art und Weise mit der Masturbation befassen. Eine Doula aus dem Allgäu, Dr. Dildo, Kulturwissenschaftlerin aus Hamburg, oder eine Kino-Journalistin aus Madrid, um drei der sechs Protagonist*innen zu nennen.
Die dokumentarischen Porträts wechseln sich mit fiktiven Szenen einer schrägen Gruppentherapie ab: die verschiedenen Geschlechtsorgane verstehen sich aufgrund der aktuellen feministischen Umständen nicht mehr. Da sie miteinander doch noch auskommen müssen, gehen sie zur Therapie: Vagina, Klitoris, Penis und Co. besuchen eine eher genervte Therapeutin, die dem Ganzen sehr skeptisch gegenübersteht.
Der Hybrid-Film von Toti Baches, der aus privaten Mitteln und mit dem Engagement von Crew und Cast finanziert und realisiert wurde, nähert sich dem Thema Solosex aus so vielen ungewohnten Perspektiven, dass daraus ein völlig einzigartiger Blick entsteht – so hast du Masturbation noch nie gesehen!
Am 28. Mai 2026 feiert die Hamburger Produktion ihre Weltpremiere im 3001 Kino (St. Pauli). Es ist der Startschuss für eine bundesweite Kinotour. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)











