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Eine queere Frau aus der Provinz entdeckt die große Stadt
Der Kinofilm "Ein Sommer in Paris" erzählt mit Witz und ganz viel Herz vom Zauber, sich die Welt trotz aller Regeln und Hektik mit der ganz individuellen Sensibilität zu erschließen — und gerade so sich selbst und andere zu finden.
- 27. April 2026
Paris im Sommer 2024: Während die ganze Stadt wegen der Olympischen Spiele Kopf steht, stolpert die schüchterne Blandine aus der Normandie von einem Missverständnis ins nächste. Eigentlich ist sie gekommen, um bei den Schwimmwettkämpfen der Frauen ihren heimlichen Schwarm Béryl Gastaldello anzufeuern. Stattdessen verläuft sie sich in den fremden Straßen, kommt mit dem Gesetz in Konflikt und begegnet scheinbar nur Menschen, die ganz anders ticken als sie. Gleichzeitig muss Blandine die Trennung von ihrer Partnerin verarbeiten, mit der sie eigentlich nach Paris fahren wollte.
Auch die Kommunikation mit ihrer Halbschwester Julie, mit der Blandine viele Jahren lang keinen Kontakt hatte, ist voller Tücken. Besser läuft es mit Alma, Julies kleiner Tochter, die ihr sofort ans Herz wächst. Zwischen sportlicher Euphorie, chaotischen Familienmomenten und einem unverhofften Rendezvous folgt Blandine unbeirrt ihrem eigenen Rhythmus und erlebt ein unvergessliches Großstadtabenteuer.
"Ein Sommer in Paris" war auf der Berlinale 2025 für einen Teddy Award nominiert. Der Film von Valentine Cadic erzählt mit Witz und ganz viel Herz vom Zauber, sich die Welt trotz aller Regeln und Hektik mit der ganz individuellen Sensibilität zu erschließen — und gerade so sich selbst und andere zu finden. Die herrlich verspielte und umwerfend charmante Sommerkomödie startet am 4. Juni 2026 in deutschen Kinos. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)










