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Warum Antje Schomaker ihrem Vater nicht verzeihen kann
Mit ihrem neuen Song "30€", einer minimalistisch instrumentierten Ballade, rechnet Antje Schomaker mit ihrem Vater ab, der bei den wichtigsten Momenten ihres Lebens fehlte.
- 26. Juni 2026
30 Euro, so viel hätte das Ticket für Antje Schomakers Abiball gekostet. 30 Euro, die ihrem Vater zu viel Geld waren. Er war nicht dabei, wie bei so vielen wichtigen Momenten im Leben seiner Tochter. Für Antje damals nicht die erste Enttäuschung, aber eine, die sie noch einmal mit voller Wucht traf.
Jetzt, als erwachsene Frau, schließt sie mit der minimalistisch instrumentierten Ballade "30€" ab – mit diesem Erlebnis, aber vor allem mit diesem Menschen. "Du bist für mich kein Vater, du bist nur ein Mann, der mich nie lieben konnte und es immer noch nicht kann", singt sie im Chorus, die Stimme weich, aber klar.
Wo vor allem von FLINTA-Artists allzu oft das Verzeihen besungen wird, bricht Antje Schomaker mit dieser Rollenerwartung. "Ich hab lange gezögert, diesen Song zu schreiben", sagt die Musikerin über die zweite Single aus ihrem kommenden Album "Liebes Tagebuch". "Mein Vater war zwar körperlich da, aber nie wirklich präsent. Nach der Scheidung meiner Eltern brach der Kontakt nach und nach ab, bis ich ihn schließlich ganz beendet habe."
Antworten werde sie wohl nie bekommen, so Schomaker, doch die Fragen bleiben. "Also habe ich sie aufgeschrieben. Der Song ist für mich und für alle, die auch auf ein 'Ich bin stolz auf dich' oder wenigstens eine Entschuldigung ihrer Väter gewartet haben."
"30€" ist ein unversöhnlicher Abschluss auf die beste Art – selbstbestimmt, abgegrenzt und unabhängig. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Die Single "30€" bei amazon music
» Homepage von Antje Schomaker
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