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Vorkämpfer*innen für queere Rechte ausgezeichnet
Beim WorldPride in Amsterdam haben UNDP und ILGA World vier Aktivist*innen und eine Organisation mit den International Pride Awards geehrt. Wir zeigen die feierliche Zeremonie!
- 06. August 2026
Beim WorldPride in Amsterdam sind vier Aktivist*innen und eine Organisation mit den International Pride Awards geehrt worden. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Weltverband ILGA World zeichneten die "Equality Champions" am Mittwoch im Rahmen der WorldPride Human Rights Conference aus.
Ausgezeichnet wurden die südafrikanische Vize-Ministerin Mmapaseka Steve Letsike, die niederländische Menschenrechtsorganisation COC Nederland, die chilenische Aktivistin Marcela Dimonty, die ugandische trans Pastorin Aggie Dennett Harmon sowie der indische Behindertenrechtler und Queer Ally Satendra Singh. Eine Jury aus Aktivist*innen und Menschenrechtler*innen wählte die Preisträger*innen aus internationalen Nominierungen aus. Preisträger*innen aus Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen erhalten 10.000 US-Dollar für ihre Arbeit.
Mandeep Dhaliwal, Direktorin des Prosperity and Wellbeing Hub bei UNDP, erklärte: "In einer Zeit, in der LGBTIQ-Menschen mit erneuter Feindseligkeit und schrumpfendem zivilgesellschaftlichem Raum konfrontiert sind, ist der Mut dieser Preisträger*innen eine kraftvolle Erinnerung daran, dass Fortschritt von Menschen und Bewegungen getragen wird, die sich weigern, Ausgrenzung und Ungleichheit zu akzeptieren." Ihre Arbeit verändere Institutionen und stärke Gemeinschaften, so Dhaliwal weiter.
ILGA-World-Geschäftsführerin Julia Ehrt sagte: "Diese Preisträger*innen zeigen uns, wie Menschen Gleichstellung für alle voranbringen: durch Organisieren, Fürsorge, Dokumentieren, Lehren und das Öffnen von Türen für andere." Ihre Arbeit erstrecke sich über verschiedene Länder und Generationen, sei aber durch den Glauben an eine Zukunft verbunden, "in der alle frei von Angst und Vorurteilen gedeihen können".
Der Verband COC Nederland wurde für seine Arbeit mit mehr als 200 Organisationen in über 35 Ländern gewürdigt, mit der die 1946 gegründete Organisation – die älteste noch bestehende LGBTI-Rechtsorganisation weltweit – lokale Bewegungen gegen Kriminalisierung, Gewalt und Diskriminierung unterstützt.
Die ugandische trans Pastorin Aggie Dennett Harmon wurde für ihre Arbeit mit trans Frauen ausgezeichnet, die von Gewalt, Vertreibung und Ausgrenzung betroffen sind. Sie gründete unter anderem eine queer geleitete Organisation für psychosoziale Unterstützung sowie ein Schutzzentrum für trans Menschen und Drogengebraucher*innen.
Die queere südafrikanische Politikerin Steve Letsike wurde als aufstrebende Führungspersönlichkeit gewürdigt: Nach Jahren zivilgesellschaftlichen Engagements zog sie 2024 ins Parlament ein und wurde stellvertretende Ministerin für Frauen, Jugend und Menschen mit Behinderungen.
Die chilenische Aktivistin Marcela Dimonty, die 1973 an der ersten LGBTI-Demonstration des Landes teilnahm und während der Militärdiktatur inhaftiert und gefoltert wurde, erhielt die Auszeichnung für ihr lebenslanges Engagement für Erinnerung, Wahrheit und Wiedergutmachung.
Der indische Mediziner Satendra Singh wurde für seinen Einsatz gegen die Pathologisierung intergeschlechtlicher und queerer Menschen im Gesundheitswesen geehrt. Seine Arbeit trug 2020 zu einer Empfehlung der Delhi Commission for Protection of Child Rights bei, medizinisch nicht notwendige Operationen an inter Kindern zu verbieten.
Die Aufzeichnung der Verleihung der International Pride Awards 2026 ist auf YouTube verfügbar. Mehr Informationen zu den Preisträger*innen gibt es auf internationalprideawards.org. (cw)
















