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Schreien und Singen gegen die AfD

Mit Musik und lautem Protest gegen den Rechtsruck: ROSA e.V. und der lesbische Chor D-Dur-Dykes rufen mit einem Video zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern dazu auf, die eigene Stimme zu nutzen.

  • 20. August 2026

Mit dem Kampagnenvideo "Ohne Euch kriegen wir die Krise" setzt ROSA e.V. gemeinsam mit dem lesbischen Berliner Popchor D-Dur-Dykes ein lautstarkes Zeichen gegen Rechtsruck, gesellschaftliche Verrohung und politische Ohnmacht.

Das Video ist Teil der Kampagne "Stimmen gegen die Krise" und ruft Menschen anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern dazu auf, ihre Stimme zu nutzen – gegen rechte Politik, für Menschlichkeit, Solidarität und Demokratie.

Schreiende Menschen werden schnell als hysterisch, überzogen und unkontrolliert abgewertet. Dieses misogyne Narrativ dreht die Kampagne bewusst um: Im Video werden Singen und Schreien zu einer gemeinsamen Form des Protests. Die eigene Stimme steht dabei nicht für Kontrollverlust, sondern für Widerstand, Selbstermächtigung und die Möglichkeit, sich gemeinsam Gehör zu verschaffen.

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"Pflegenotstand, ein marodes Bildungssystem, geschlechtsspezifische Gewalt und restriktive Migrationspolitik geben Anlass für Wut und Verzweiflung", heißt es in einer Pressemitteilung von ROSA e.V. "Der Rechtsruck verschärft diese Krisen und trifft besonders Menschen, die bereits von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind: Migrant*innen, Geflüchtete, Frauen, queere Menschen, Kinder, Alleinerziehende und Wohnungslose. Auch zivilgesellschaftliche Vereine und Initiativen geraten durch den gesellschaftlichen Rechtsruck zunehmend unter Druck."

Im Vorfeld der anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin macht ROSA e.V. deshalb deutlich: Eine immer rechter werdende Politik bedroht demokratische Strukturen und verschärft bestehende Ungleichheiten. Jede Stimme, die nicht an die AfD geht, trägt dazu bei, demokratische Handlungsspielräume zu erhalten.

Gleichzeitig bleibt die Kampagne nicht bei Wut und Krisendiagnosen stehen. Sie setzt auf kollektive Handlungsfähigkeit und die Erfahrung, gemeinsam etwas verändern zu können. Das Kampagnenvideo verbindet Musik, politische Botschaft und das gemeinsame Schreien zu einem Aufruf, die eigene Stimme sowohl im öffentlichen Raum als auch an der Wahlurne einzusetzen.

ROSA e.V. aus Halle engagiert sich seit fünf Jahren für Frauen und queere Menschen auf der Flucht. In Form von Safer Spaces leistet der Verein praktische feministisch-humanitäre Hilfe an der EU-Außengrenze. In Deutschland und Österreich engagieren sich in 16 Lokalgruppen über 250 Freiwillige, um auf die Überschneidung von Flucht und Geschlecht aufmerksam zu machen. (cw)


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