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"Alice hat Verkehr": Satire-Song nimmt AfD-Chefin ins Visier
Mit Pop-Punk und bissiger Satire nimmt das Musikprojekt Meinrad die Doppelmoral der lesbischen AfD-Vorsitzenden Alice Weidel aufs Korn. Das Video zum Song "Alice hat Verkehr" erscheint kurz vor den Landtagswahlen.
- 29. August 2026
Das Musikprojekt Meinrad hat das Musikvideo zu seinem Debütsong "Alice hat Verkehr" (Amazon-Affiliate-Link ) veröffentlicht. Der selbst als "satirischer Pop-Punk-Song" bezeichnete Track setzt sich laut Pressemitteilung "mit Alice Weidel und Widersprüchen zwischen ihrer persönlichen Lebensrealität und politischen Positionen der AfD auseinander". Die Veröffentlichung erfolge bewusst kurz vor den anstehenden Landtagswahlen.
Meinrad beschreibt sich selbst als Projekt, das "gesellschaftliche und politische Themen musikalisch aufgreift" und dabei "mal ernst, mal humorvoll, mal satirisch" arbeite. Ziel sei es, "Denkanstöße zu geben, gesellschaftliche Widersprüche sichtbar zu machen und zum Austausch einzuladen".
Im Zentrum von "Projekt Alice" stehe die Frage, "wie verhalten sich gelebte Vielfalt und politische Positionen zueinander, wenn sie offensichtlich widersprüchlich gelebt werden" – und welche Rolle dabei "Glaubwürdigkeit, Doppelmoral und ihre Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Diskurs" spielten.
Zum satirischen Zugang erklärt Meinrad, der Song sei "keine biografische Darstellung und kein journalistischer Bericht", sondern arbeite "mit den Mitteln der Satire: Verkürzung, Überzeichnung, Wiederholung und bewusste Provokation". Die Kritik richte sich "nicht gegen sexuelle Orientierung, Herkunft oder private Lebensführung", sondern "gegen politische Positionen, die aus unserer Sicht Ausgrenzung normalisieren und die Rechte anderer Menschen relativieren".
Explizit grenzt sich das Projekt von Angriffen auf queere Menschen oder Menschen mit Migrationsgeschichte ab: ",Alice hat Verkehr' kritisiert politische Positionen und ihre gesellschaftlichen Folgen. Der Song richtet sich nicht gegen queere Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte oder andere gesellschaftliche Gruppen." Entstanden sei das Projekt aus dem Wunsch, "sichtbar zu machen, wie widersprüchlich es sein kann, persönliche Freiheit zu leben und gleichzeitig politische Strukturen zu unterstützen, die vergleichbare Freiheiten für andere Menschen einschränken können".
Warum Satire das passende Mittel sei, begründet Meinrad so: Politische Aussagen würden "häufig in bekannten Formeln, Schlagworten und wiederkehrenden Empörungsdebatten vermittelt" – Satire könne "diese Routinen unterbrechen". Sie dürfe "übertreiben", "irritieren" und "Widersprüche sichtbar machen, die in einer nüchternen Debatte leicht abstrakt bleiben". Der Song solle "nicht das letzte Wort haben", sondern "den ersten Impuls setzen". Die abschließende Bewertung überlasse man den Zuhörer*innen, so Meinrad. (cw)
Links zum Thema:
» Die Single "Alice hat Verkehr" bei amazon music
» Homepage von Meinrad
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