Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/v?2798

Die Kluft zwischen queeren Generationen überwinden

21 Jahre nach dem Start der Kompilationsfilmreihe "Fucking Different" ist nun der siebte Teil fertig. Diesmal lässt Initiator Kristian Petersen queere Filmemacher*innen verschiedener Generationen übereinander drehen.

  • 06. September 2026

Vor 21 Jahren initiierte Kristian Petersen die mittlerweile legendäre Kompilationsfilmreihe "Fucking Different", für die queere Regisseur*innen aus verschiedenen Städten kurze Spiel- und Dokumentarfilme drehen – als Bestandsaufnahmen sich stetig wandelnder queerer Communitys. Seitdem hat sich viel verändert: Geschlechtergrenzen sind fluider geworden, junge Menschen müssen sich nicht mehr zwingend im binären System verorten. Doch auch wenn junge queere Communitys sich einander angenähert zu haben scheinen, bleibt ein Riss zwischen den Generationen bestehen.

Genau diesen Riss will der nun siebte Teil der Reihe, "Fucking Different Generations", überbrücken. Dafür haben queere Filmemacher*innen der Boomer-Generation Filme über ihre Vorstellungen vom Leben junger queerer Menschen gedreht – während junge queere Filmemacher*innen umgekehrt ihre Perspektiven auf die Älteren in Kurzfilme verarbeitet haben. So befragt Todd Verow junge Queers zu ihren Cruising-Erfahrungen, Jo Pollux lässt einen Boomer für 24 Stunden zum Gen-Z-Hipster werden, und Monika Treut erkundet, was die Generationen voneinander lernen können. Entstanden ist eine Sammlung von sieben Kurzfilmen, die sich humorvoll, poetisch und reflektiert mit Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Annäherungsmöglichkeiten zwischen den Generationen in der queeren Welt auseinandersetzen.

- Werbung -

In "Naamiko" von Jo Pollux und Theo Parker bucht die 70-jährige Bela bei einer Agentur für geheimnisvolle Erlebnisse ein "Gen Z"-Paket und wird für einen Tag zu einer 20-jährigen Großstadt-Göre – bis sie eine unerwartete Begegnung macht. In "Cara & Marlen" von Kristian Petersen sprechen zwei Sexarbeiterinnen unterschiedlicher Generationen über Arbeitsbedingungen früher und heute, ihr Verständnis von sexpositivem Feminismus und gemeinsame Utopien.

Sofía Alvarado dokumentiert in "Death of a Rave – and of Our Dancefloors" das Äußere vergangener New Yorker Tanzflächen, während im Inneren eine Discokugel wie ein Gott verehrt wird. In "The Cruisers" besuchen drei junge queere Menschen unter der Regie von Todd Verow berüchtigte New Yorker Cruising-Treffpunkte wie The Piers, The Meat Rack und The Subways und lassen die Geister vergangener Cruiser wiederaufleben.

Emre Busse liefert mit "Dom Quixote in Normville" einen erotischen Angriff auf Zensur, institutionellen Elitismus und kulturelles Gatekeeping – als Liebesbrief an Kathy Acker und all jene, die ihr Verlangen nicht im Namen von Klarheit oder Sinn aufgeben wollen. In "Hand Me Down" verweben Jiz Lee und Shine Louise Houston Stimmen und Videomaterial prominenter queerer Persönlichkeiten mehrerer Generationen, darunter Kate Bornstein, Nan Kinney und Annie Sprinkle. Den Abschluss bildet "Pussyboy" von Monika Treut, die darin von ihrer eigenen Begegnung mit einem jungen trans Mann in Taiwan erzählt, der sich gerade in seiner Transition befand und ihre Filme kannte – daraus entstand eine lebenslange Freundschaft.

Die Kurzfilm-Sammlung "Fucking Different Generations" ist Teil des Programms des achten Queerfilmfestivals, das vom 10. bis 16. September 2026 parallel in mehreren Städten stattfindet. (cw)


-w-
-w-


Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich News aus der queeren Welt sowie über anstehende Termine auf dem Laufenden.