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Chinas erster queerer Werbespot

LGBTI-Initiativen in China haben begeistert auf einen Werbespot der Alibaba Group zum chinesischen Neujahrsfest reagiert, in dem ein schwuler Sohn seinen Partner mit zu seiner Familie bringt.

  • 20. Januar 2020, noch kein Kommentar

In dem 20-Sekunden-Clip für das Onlinekaufhaus Tmall betritt ein junger Mann die Wohnung seiner Eltern und stellt seiner Mutter seinen männlichen Begleiter als Kelvin vor. Die Kamera zeigt danach den Vater, der das Paar misstrauisch beäugt, sowie zwei Mädchen, die am Tisch sitzen und wissentlich kichern. Als Kelvin den Dad seines Partners beim gemeinsamen Essen als "Papa" anspricht, starren ihn alle perplex an. Der Sprecher wirbt dann für ein Sonderangebot für getrocknete Samen und Nüsse…

"Das chinesische Neujahr ist die Zeit, in der die Familie zusammenkommt, und die Werbung ist ein kreativer Ausdruck, um einen solchen Anlass zu feiern", erklärte ein Sprecher von Alibaba zu dem Clip. In sozialen Netzwerken wurde Chinas erster Werbespot, der ein homosexuelles Paar zeigt, nicht nur als historisch, sondern auch aufgrund seines positiven Humors und seiner Subtilität überschwänglich gelobt. Bereits 2017 hatte der Konzern die Gay-Community unterstützt und zusammen mit der Dating-App Blued zehn gleichgeschlechtliche Paare zu einer Massenhochzeit nach Los Angeles geflogen.

Der Alibaba-Spot überrascht aber vor allem deshalb, weil die chinesischer Medienzensur bei gleichgeschlechtlicher Liebe üblicherweise sehr streng ist: 2016 wurde etwa jegliche Darstellung lesbischer und schwuler Paare im Fernsehen verboten (queer.de berichtete). Ein Jahr später ordnete die Kommunistische Partei auch die Zensur von Homosexualität im Internet an (queer.de berichtete). Vor zwei Jahren wurden bei der Übertragung des Eurovision Song Contest sogar Regenbogenfahnen herausgeschnitten (queer.de berichtete). Auch bei der Übertragung der Oscar-Verleihung legten die Zensoren die Schnittschere an, als Rami Malek Freddie Mercury in seiner Siegesrede als "gay man" bezeichnete. Ebenso wurden im vergangenen Jahr die schwulen Küsse im Kinofilm "Bohemian Rhapsody" zensiert (queer.de berichtete). (cw)



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20. Januar 2020
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