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Wenn sich ein "bro" etwas mehr wünscht

Am 12. März kommt mit "Narziss und Goldmund" Hermann Hesses bewegende Geschichte über eine Freundschaft zwischen zwei ungleichen Männern auf die große Leinwand - hier ist der offizielle Trailer.

  • 26. Januar 2020, noch kein Kommentar

Die Hauptrollen in der Literaturverfilmung von Regisseur Stefan Ruzowitzky sind hochkarätig besetzt: Da ist auf der einen Seite Sabin Tambrea als der asketische und tiefreligiöse Klosterschüler Narziss, auf der anderen Seite Jannis Niewöhner als der junge, ungestüme Goldmund, der von seinem Vater ins mittelalterliche Kloster Mariabronn gebracht wird.

Narziss hat sich den strengen Klosterregeln und dem damit verbundenen entsagungsvollen Leben mit jeder Faser seines Herzens verschrieben und Goldmund versucht zunächst, ihm nachzueifern. Schnell entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden so unterschiedlichen Jungen. Doch Narziss erkennt, dass Goldmund einen anderen Weg gehen muss: Sein ungestümer, temperamentvoller und lebenslustiger Freund ist für das karge Klosterleben nicht geschaffen und er bestärkt ihn darin, die Abtei zu verlassen.

So begibt sich Goldmund auf eine rastlose Wanderschaft. Er erlebt Jahre voller Glück, Freiheit und Zufriedenheit, aber auch Elend, Krieg, Tod und die tödliche Pestepidemie. Viele Frauen kreuzen seinen Weg, bis er in Lene (Henriette Confurius) seine große Liebe findet. Und auch als Künstler reift er und findet so Erfüllung in einem Leben. Doch dann kommt es unter dramatischen Umständen zu einem erneuten Treffen der beiden, das ihre Freundschaft auf die Probe stellen wird…

Eine komplizierte schwule Liebesgeschichte darf man im Kino nicht erwarten. Allerdings räumte Ruzowitzky in einem Interview ein: "Im Buch wie im Film gibt es ja auch eine gewisse Homoerotik. Goldmund ist der große Frauenschwarm, und es ist ziemlich offensichtlich, dass Narziss, wenn er sich denn Gefühle oder Sexualität erlauben würde, wahrscheinlich schwul wäre, und wenn, dann wahrscheinlich am liebsten etwas mit Goldmund haben würde."

In Männerfreundschaften könne es ja schon mitunter vorkommen, "dass sich ein 'bro' vielleicht ein bisschen mehr wünschen würde als der andere", so der österreichische Regisseur, "Heutzutage ist das ja auch ein offeneres Thema, weil Homosexualität nicht mehr so stigmatisiert ist wie vor ein paar Jahrzehnten." (cw)



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