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Das sind die Queens der 12. Staffel von "RuPaul's Drag Race"

"RuPaul's Drag Race" stellt die 13 Teilnehmerinnen der inzwischen zwölften Staffel des Reality-Phänomens vor. An der Auswahl gibt es aber auch Kritik.

Während das Überleben des deutschen "Queen of Drags" am seidenen Faden hängt, ist das preisgekrönte US-Vorbild "RuPaul's Drag Race" nicht aufzuhalten: Vor wenigen Tagen wurden die 13 Kandidatinnen der neuen Staffel der seit 2009 laufenden Show von Vorjahressiegerin Yvie Oddly vorgestellt. Die zwölfte Staffel ist ab dem 28. Februar im US-Sender VH-1 zu sehen.

Rund die Hälfte der Kandidatinnen kommen aus zwei Küstenstädten: Vier Queens verdienen ihre Brötchen in New York City, zwei in Los Angeles. Die Bewerberinnen sind zwischen 21 und 34 Jahre alt. Als Juroren werden neben RuPaul erneut Michelle Visage, Ross Mathews und Carson Kressley mit von der Partie sein.

Allerdings gibt es diese Staffel auch scharfe Kritik an der Kandidatinnenauswahl: Trans-Aktivistinnen beklagen, dass keine einzige Transkandidatin ausgewählt wurde, sondern nur mutmaßlich cissexuelle Männer. In der Vergangenheit nahm nur eine einzige offen transsexuelle Queen teil: Gia Gunn war in der vierten Staffel der "All Stars"-Show dabei, also dem Wettbewerb zwischen ehemaligen Kandidatinnen. Mehrere "Dragt Race"-Teilnehmerinnen outeten sich aber nach ihrer Teilnahme als trans, etwa Carmen Carrera, Jiggly Caliente, Sonique und Monica Beverly Hillz.

Ein besonders harsches Urteil über das Fehlen von Transkandidatinnen fällte Carmen Carrera, die 2011 am "Drag Race" teilgenommen hatte und sich ein Jahr später als trans outete. Die 34-Jährige hatte in den letzten Jahren bereits häufiger RuPaul kritisiert – für die Nichtberücksichtigung von Transpersonen verglich sie Mother Ru jetzt mit Adolf Hitler. Wörtlich schrieb sie auf Twitter: "Für jemanden, der bewusst die Wahrheit über Transperformerinnen und Fortschritte in unserer Bewegung unterdrückt, nur weil die weite Öffentlichkeit es nicht besser weiß, missbraucht seine Macht für das Böse. RuPaul ist der Hitler, falsche Prophet und Anti-Christ der LGBTQ-Community."

Twitter / Carmen_Carrera

Die nicht-binäre Dragqueen Aja haute etwas weniger auf die Pauke: Sie verglich die Nichtberücksichtigung von Transpersonen mit Diskriminierung am Arbeitsplatz gleich und erklärte, Drag sei mehr als "Typ als Frau verkleidet".

Twitter / ajaqueen

Bei vielen Fans der Show stieß die Trans-Kritik – und insbesondere der Hitler-Vergleich – auf Unverständnis. Damit zeige Carrera keinen Respekt gegenüber den auch homosexuellen Opfern des Nazi-Regimes, so der Tenor vieler Twitter-Nutzer.

"Drag Race" war bereits mehrfach vorgeworfen worden, transphob zu sein: Eine Folge aus dem Jahr 2014 landete wegen der Mini-Herausforderung "Female or She-male?" im Giftschrank (queer.de berichtete). Die Kandidatinnen mussten damals anhand eines Bildausschnitts erraten, ob eine Person eine "biologische" oder eine "psychologische" Frau ist. Insbesondere der Begriff "She-Male" hat für viele Transpersonen negative Assoziationen. Im selben Jahr gab es auch eine Debatte darüber, ob das Wort "Tranny" akzeptabel sei (queer.de berichtete). Inzwischen wird es nicht mehr verwendet. (dk)



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#1 JarJarProfil
  • 28.01.2020, 16:08hKiel
  • Freu mich auf die neue Staffel und ich denke es wird da halt Wert auf den Unterhaltungsfaktor gelegt, man kann natürlich immer allen es Recht machen wollen, also aufpassen dass zu gleichen Teilen Asiaten, Latinos, Weiße und Dunkelhäutige dabei sind. Dann noch 1-2 Behinderte, 1-2 Transpersonen, 1-2 Heten, 1-2 Bisexuelle, dann natürlich noch 1-2 Neulinge im Fach und einige ältere Künstler. Nur wenn man danach geht eine abwechslungsreiche Mischung für die Show zu bekommen wird das mit solchen Auflagen nichts. Natürlich ist es gut wenn Transpersonen dort auch ihre Geschichte erzählen, das wurde schon mehrfach getan, nur ist es keine Pflicht dies jedes mal zu machen. Und die relativ unsympathische Carmen C. zeigt mit dem Hitlervergleich mal wieder ihr Unvermögen.
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