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Ein junger trans Mann bei der Bundeswehr

In einem spannenden Video auf TRU DOKU spricht der 23-jährige Marinesoldat Damian über seine Transition und sein Schwulsein in der Kaserne.

Die 15-minütige Doku beleuchtet sein Leben vor dem Coming-out als trans vor vier Jahren, hinterfragt seinen Traumberuf des Soldaten bei der Bundeswehr und versucht zu verstehen, wie sich diese beiden Welten für ihn vereinbaren lassen.

Damian berichtet offen über seine geschlechtsangleichenden Operationen, sein Schwulsein sowie über Konflikte bei der Ausbildung oder Arbeit in der Kaserne. Innerhalb der Bundeswehr hat es sich der 23-Jährige zur Mission gemacht, anderen queeren Kamerad*innen Unterstützung zu gewährleisten, indem er sich für sie stark macht. Mit Oberstleutnant Anastasia Biefang kommt im Video auch die erste trans Bataillonskommandeurin der Bundeswehr zu Wort, die durch den Film "Ich bin Anastasia" bekannt wurde.

TRU DOKU ist ein neues Youtube-Format des ARD-Jugendkanals funk. Jeden Dienstag um 17 Uhr gibt es neue Dokus über ganz unterschiedliche Menschen, die aus ihrer Perspektive erzählen, wer sie sind, was sie tun und was sie bewegt. (cw)



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#1 Alexander_FAnonym
  • 13.02.2020, 23:54h
  • Vieles davon ist das Übliche, was man von den Lebenswegen von Transgendern eben so kennt. Auch ich als mit einem Transmann verheirateter Cisgender war da nicht so überrascht.

    Positiv finde ich, dass sich auch in der Bundeswehr offenbar durchaus was getan hat seit meinem Wehrdienst. Damals, 2006-2007, gab es einen einzigen cisgender Schwulen, der sich geoutet hat und dafür durch die Hölle gegangen ist. Für mich selbst war an sowas wie Outing nicht einmal ansatzweise zu denken (auch wenn sich wohl die einen oder anderen Kameraden ihren Teil gedacht und nicht dagegen hatten).

    Bei Damian scheint das auch immer noch nicht völlig ok zu sein, aber auf jeden Fall deutlich besser. Seinen Fall und den von Oberstleutnant Anastasia Biefang kann man echt als einen großen Schritt vorwärts sehen, den ich mir zu meiner Wehrdienstzeit damals unmöglich vorstellen konnte. Es bleibt aber noch viel zu tun.

    Wenn sich nämlich der Herr Obermaat BA fragt, ob es nur deshalb so wenige geoutete Transgender in der Bundeswehr gibt, weil es sie nicht gibt oder weil sie sich nicht trauen, vermute ich ganz klar letzteres. Es ist klar erwiesen, das Transgender überdurchschnittlich häufig ihren Weg ins Militär finden. Die Bundeswehr sollte sich entsprechend mal beispielsweise an der australischen Armee orientieren.

    Meine Hochachtung und beste Grüße auf jeden Fall an den Obermaat BA von einem OG a.D.
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