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Liebe ist Liebe: Schwule Küsse im Einkaufszentrum
Nachdem der Sicherheitsdienst ein schwules Paar aus dem mexikanischen Shoppingcenter "Galerías Monterrey" geschmissen hatte, protestierten LGBTI-Aktivisten mit einem Kiss-in.
- 03. März 2020,
Die Dragqueen-Gruppe "Regias Del Drag" hat die Protestaktion mit mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Sonntag organisiert. Diese beinhaltete einen Marsch durch das Zentrum sowie das Aufhängen von Regenbogenfahnen. Danach versammelten sich die Aktivisten an einem zentralen Ort und küssten sich unter Jubel vor laufenden Kameras. Die Teilnehmer skandierten dabei "Amor es amor" (Liebe ist Liebe).
/ escandalamxAmor es amor
Escándala (@escandalamx) March 1, 2020
Besotón ante la discriminación que vivió pareja gay en Galerías Monterrey.
Nuevo León
Video: @rubmaza pic.twitter.com/JPtgBsfjXL
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Auch in Nachrichtensendungen wurde die Protestaktion gezeigt.
Anlass für die Aktion soll der Rausschmiss eines schwulen Paares am Mittwochabend gewesen sei. Der Grund: Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes habe das Paar beim Küssen beobachtet, als es in der Schlange des Center-Kinos wartete. Jorge Anguiano nahm einen Teil des Gesprächs auf Video auf und veröffentlichte es später auf Facebook. Dort hat es bereits 44.000 Aufrufe. Im Video ist zu sehen, wie Anguiano den Mitarbeiter fragt, ob er auch heterosexuelle Paare wegen Küssen rausschmeißen würde. Daraufhin behauptete er, Heterosexuelle würden sich in der Mall nie küssen.
Hier ein paar Bilder des Protests:
/ BlogDelRegioDecenas de personas participaron en el Besotón vs. Homofobia 2020 en Galerías Monterrey, como protesta a un acto discriminatorio contra una pareja gay por guardias de seguridad de la plaza comercial. #Besotón #GaleríasMonterrey #Homofobia #LGBTTTIQ pic.twitter.com/CvQ4zEVIgq
Blog del Regio (@BlogDelRegio) March 1, 2020
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Im katholisch geprägten Mexiko sind Homosexuellenrechte ein hoch umstrittenes Thema. Das zeigt sich etwa bei der Debatte um die Ehe für alle: Zwar hatte der oberste Gerichtshof bereits 2015 klargestellt, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Bundesverfassung verstößt (queer.de berichtete). Trotzdem erlauben derzeit nur 18 der 32 Bundesstaaten und die Hauptstadt Mexiko-Stadt gleichgeschlechtliche Eheschließungen. Eine nationale Gesetzgebung zur gleichgeschlechtlichen Ehen fehlt bislang, weil sich das Parlament schlicht weigert, ein entsprechendes Gesetz mit Mehrheit zu beschließen. Immerhin hat die Regierung letztes Jahr erlaubt, dass sich gleichgeschlechtliche Paare an allen mexikanischen Konsulaten das Ja-Wort geben dürfen (queer.de berichtete). (dk)

















