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Harter Stoff: Max Riemelt spielt Pädosexuellen

In seinem Spielfilmdebüt "Kopfplatzen" widmet sich der Regisseur und Drehbuchautor Savaş Ceviz dem schwierigen Thema Pädosexualität und nimmt dabei bewusst die Perspektive eines potenziellen Täters ein.

Vimeo / Salzgeber & Co. Medien GmbH | Offizieller Trailer zu "Kopfplatzen"

Für sein aufwühlendes Drama konnte Ceviz den vielfach ausgezeichneten deutschen Schauspiel-Star Max Riemelt ("Freier Fall", "Sense8") gewinnen, der die intensive Hauptrolle des Architekten Markus eindrücklich verkörpert, ohne dessen mögliche Täterschaft zu verharmlosen.

Die Handlung: Markus ist 29, Single und beruflich angekommen. Niemand in seiner Familie und seinem Arbeitsumfeld weiß, dass er pädosexuell ist. Körper von kleinen Jungs erregen ihn. Er hasst sich dafür und kämpft jeden Tag gegen sein Verlangen an. Als die alleinerziehende Mutter Jessica mit ihrem achtjährigen Sohn Arthur in die Nachbarswohnung einzieht, verliebt sie sich in den hilfsbereiten Markus. Der kleine Arthur mag es, wenn Markus auf ihn aufpasst, und sieht in ihm eine Vaterfigur. Doch Markus ahnt, dass er sein Verlangen auf Dauer nicht unter Kontrolle haben wird. Er kämpft darum, den lauter werdenden Rufen in seinem Kopf zu widerstehen.

"Es ging für mich bei dem Projekt darum, eine Person zu spielen, die durch ihre Veranlagung total isoliert ist und der es auch durch die gesellschaftliche Tabuisierung des Themas und die damit verbundene Ausgrenzung schwerfällt, sich zu öffnen, Hilfe zu suchen und zu erhalten", erklärte Riemelt zum Film. 2Die Schwierigkeit bestand dabei vor allem darin, die Figur so zu gestalten, dass sie nicht von vornherein unsympathisch wirkt, und dadurch eine Brücke zu bauen, die es dem Zuschauer erlaubt, sich mit den Fakten auseinanderzusetzen, ohne direkt zu urteilen. Dabei ging es nicht um eine Solidarisierung mit Betroffenen, die eine solche Veranlagung haben, sondern um einen Einblick in eine bestimmte Realität, ohne vorgefertigte Antworten oder Lösungen vorzugeben."

"Kopfplatzen" startet am 2. April im Verleih der Edition Salzgeber im Kino. (cw)



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#1 LunaAnonym
  • 07.03.2020, 16:05h
  • Was für Pädosexuell? Das nennt man Pädophilie und ist keine sexuelle Orientierung
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#2 Homonklin_NZAnonym
  • 08.03.2020, 01:46h
  • Finde auch, dass das Wort zur Verharmlosung einlädt, da es nicht um eine Sexualität geht, sondern um eine wirkliche psychiatrische Erkrankung. Das in einem Film zu verarbeiten, ist natürlich schwierig, ähnlich wie bei Kannibalismus, Koprophagie oder vielleicht Soziopathie.
    Kann sich auch nicht jeder ansehen, je nach Lebenserfahrung. Auch wenn man jetzt erwachsen ist.
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#3 NachgedachtAnonym
  • 08.03.2020, 09:37h
  • Ich finde es schade, dass hier in den Kommentaren genau die Diskussion aufgemacht wird, die der Film durchbrechen will. Versteht mich nicht falsch. Wenn Pädophile ihre Sexualität ausleben, zerstören sie in aller Regel Leben. Es sind Verbrechen. Und der Umgang mit diesen Verbrechen in Deutschland ist zumindest zweifelhaft (sehr hohe Rückfallquote trotz Therapie). Das Konzept sollte dringend überarbeitet werden, um Kinder besser zu schützen. Aber zum einen sind selbst Täter Menschen. Und zum anderen: was ist mit denen, die sich nie an einem Kind vergriffen haben? Sind wir bereit, diese genauso zu verdammen, in die Isolation zu treiben, wo sie dann erst recht durchdrehen? Auch halte ich die Klassifizierung "krank" für zumindest fragwürdig. Bisher kenne ich keine gute Erklärung, was die Grundlage für die Diagnose "krank" sein soll. Es ist weder eine Zwangs- noch eine Wahrnehmungsstörung. Auch keine Entwicklungs- oder Persönlichkeitsstörung. Wenn man sich aber von dem Gedanken löst, dass diese Menschen krank sind, dann kann man auch anders mit ihnen umgehen. Wir sollten ihnen Brücken bauen, aber gleichzeitig ganz klar machen, dass jeder Übergriff hart bestraft wird. Aus meiner Sicht wird sich am Umgang mit Pädophilen zeigen, wie reif unsere Gesellschaft ist.
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#4 SqueezerAnonym
#5 ZweiflerAnonym
  • 08.03.2020, 12:49h
  • Antwort auf #3 von Nachgedacht
  • Ich habe kein Problem damit, jemanden der sich noch nie an Kindern vergriffen hat, als pädosexuell zu bezeichnen. Wer dies allerdings getan hat, den soll man auch als pädophil bezeichnen und ganz eindeutig klar stellen, dass er ein Straftäter ist. Denn das Wort pädosexuell wirkt hier bagatellisierend, so nach dem Motto: "Das ist nun mal seine Sexualität, die konnte er sich nicht aussuchen. Er ist halt nur Opfer seiner Triebe."

    Allerdings stellt mich das ohnehin vor ein ziemlich schwieriges Problem: Wer pädosexuell ist, hat ja im Grunde genommen nur zwei Optionen: seinen sexuellen Trieb zu unterdrücken (dadurch wird er mit der Zeit krank) oder seinen Trieb auszuleben (dadurch begeht er Straftaten). Wie will man dieses Problem lösen? Ich weiß es selber nicht. Und bevor jemand auf die Idee kommt zu schreiben: Psychotherapie - dem sei gesagt, dass man eine sexuelle Orientierung nicht wegtherapieren kann (die Homo-Heiler lassen grüßen).
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#6 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:41hHannover
  • Antwort auf #1 von Luna
  • ""Was für Pädosexuell? Das nennt man Pädophilie und ist keine sexuelle Orientierung""..

    Pädophilie ist als Begriff aus dem Griechischem stammend veraltet, und bedeutet übersetzt auch nichts weiter als "Liebe zu Kindern"..

    Man kann von Eltern erwarten das sie ihre Kinder lieben, also im Bestem Sinne des Begriffes "Pädophil" sind..

    In den Kreisen in denen sich Menschen als Opfer, Angehörige von Opfern, und auch Helfenden mit der Thematik "sexualisierte Gewalt" befassen ist es seit Jahren Usus das man nicht mehr von "Pädophilie" spricht, sondern von "Pädosexualität", um damit auch den Charakter einer übergriffigen Sexualität zu verdeutlichen..

    www.gegen-missbrauch.de/paedosexualitaet/
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#7 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:47hHannover
  • Antwort auf #2 von Homonklin_NZ
  • ""Finde auch, dass das Wort zur Verharmlosung einlädt, da es nicht um eine Sexualität geht, sondern um eine wirkliche psychiatrische Erkrankung.""..

    Vorsicht mit solchen Zuschreibungen..

    Es ist noch gar nicht lange her das auch "Homosexualität" als solche "psychiatrische Erkrankung" in den Listen der WHO stand, und die Wissenschaft Aufklärung schaffte..

    Das kann auch für andere solche "Diagnosen" gelten, und im Bereich Pädosexualität wird in Fachkreisen ernsthaft darüber diskutiert..

    Was dann die Fakten betrifft :
    Immer dann wenn Täter*innen gegen den Willen zu Handlungen ansetzen, dann ist dies strafbar..

    Allein die Tatsache ein solches Empfinden zu besitzen, und sich dann so wie hier im Film gezeigt dagegen zu wehren übergriffig und damit Täter zu werden ist allein für sich eben NICHT strafbar..
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#8 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:53hHannover
  • Antwort auf #3 von Nachgedacht
  • ""Ich finde es schade, dass hier in den Kommentaren genau die Diskussion aufgemacht wird, die der Film durchbrechen will. Versteht mich nicht falsch. Wenn Pädophile ihre Sexualität ausleben, zerstören sie in aller Regel Leben.""..

    Wenn man dann drüber nachgedacht hat, dann gibt es auch dazu KEINEN "generellen" Ansatz..

    Auch das will der Film in der Diskussion offensichtlich durchbrechen..

    Nicht alle Menschen die solche Erfahrungen gemacht haben empfinden sich automatisch als Opfer..
    Manche werden erst dazu gemacht..
    Und bei manchen zerstört sich dann auch erst das Leben durch die nachfolgende Übergriffigkeit der Gesellschaft, die "denkt" sie müsse alles was sie nicht versteht zu einem Verbrechen abstempeln..

    Doch Opfer wird man erst wenn gegen den eigenen Willen gehandelt wird..
    Ob dies dann generell die Täter*innen sind, ist nicht immer eindeutig geklärt..
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#9 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:57hHannover
  • Antwort auf #5 von Zweifler
  • ""Ich habe kein Problem damit, jemanden der sich noch nie an Kindern vergriffen hat, als pädosexuell zu bezeichnen. Wer dies allerdings getan hat, den soll man auch als pädophil bezeichnen und ganz eindeutig klar stellen, dass er ein Straftäter ist.""..

    Warum das nicht so ist, darauf bin ich schon eingegangen..
    Hier möchte ich noch zusätzlich anführen :
    Bagatellisierend wirkt der Straftatbestand des "sexuellen Missbrauchs"..
    Den es nicht gibt, denn solche Taten sind sämtlich als Vergewaltigungen zu beschreiben, weil sich die Übergiffe gegen den Willen eines Opfers ereignen..
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#10 SqueezerAnonym
  • 09.03.2020, 20:49h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "Doch Opfer wird man erst wenn gegen den eigenen Willen gehandelt wird.."

    Das finde ich einen sehr interessanten Ansatzpunkt. Ab wann hat ein Mensch eigentlich einen eigenen Willen? Kann ein Mensch wirklich erst mit 18 Jahren all seine Handlungen und Auswirkungen verstehen? Oder fängt das nicht vielleicht doch schon etwas früher an? Bsp.: Wenn ein 15jähriger mit einem anderen 15jährigen schläft, ist das nicht strafbar. Schläft er anschließend noch mit einem 18jährigen, ist es strafbar (zumindest für den 18jährigen). Mir erschließt sich da nicht ganz die Logik des Gesetzgebers. Wenn es ein Minderjähriger unbedingt will, spielt es doch keine Rolle, ob er dies mit einem ebenfalls Minderjährigen oder bereits Volljährigen tut.
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