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Kommentare zu:
Harter Stoff: Max Riemelt spielt Pädosexuellen


#1 LunaAnonym
  • 07.03.2020, 16:05h
  • Was für Pädosexuell? Das nennt man Pädophilie und ist keine sexuelle Orientierung
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#2 Homonklin_NZAnonym
  • 08.03.2020, 01:46h
  • Finde auch, dass das Wort zur Verharmlosung einlädt, da es nicht um eine Sexualität geht, sondern um eine wirkliche psychiatrische Erkrankung. Das in einem Film zu verarbeiten, ist natürlich schwierig, ähnlich wie bei Kannibalismus, Koprophagie oder vielleicht Soziopathie.
    Kann sich auch nicht jeder ansehen, je nach Lebenserfahrung. Auch wenn man jetzt erwachsen ist.
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#3 NachgedachtAnonym
  • 08.03.2020, 09:37h
  • Ich finde es schade, dass hier in den Kommentaren genau die Diskussion aufgemacht wird, die der Film durchbrechen will. Versteht mich nicht falsch. Wenn Pädophile ihre Sexualität ausleben, zerstören sie in aller Regel Leben. Es sind Verbrechen. Und der Umgang mit diesen Verbrechen in Deutschland ist zumindest zweifelhaft (sehr hohe Rückfallquote trotz Therapie). Das Konzept sollte dringend überarbeitet werden, um Kinder besser zu schützen. Aber zum einen sind selbst Täter Menschen. Und zum anderen: was ist mit denen, die sich nie an einem Kind vergriffen haben? Sind wir bereit, diese genauso zu verdammen, in die Isolation zu treiben, wo sie dann erst recht durchdrehen? Auch halte ich die Klassifizierung "krank" für zumindest fragwürdig. Bisher kenne ich keine gute Erklärung, was die Grundlage für die Diagnose "krank" sein soll. Es ist weder eine Zwangs- noch eine Wahrnehmungsstörung. Auch keine Entwicklungs- oder Persönlichkeitsstörung. Wenn man sich aber von dem Gedanken löst, dass diese Menschen krank sind, dann kann man auch anders mit ihnen umgehen. Wir sollten ihnen Brücken bauen, aber gleichzeitig ganz klar machen, dass jeder Übergriff hart bestraft wird. Aus meiner Sicht wird sich am Umgang mit Pädophilen zeigen, wie reif unsere Gesellschaft ist.
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#4 SqueezerAnonym
#5 ZweiflerAnonym
  • 08.03.2020, 12:49h
  • Antwort auf #3 von Nachgedacht
  • Ich habe kein Problem damit, jemanden der sich noch nie an Kindern vergriffen hat, als pädosexuell zu bezeichnen. Wer dies allerdings getan hat, den soll man auch als pädophil bezeichnen und ganz eindeutig klar stellen, dass er ein Straftäter ist. Denn das Wort pädosexuell wirkt hier bagatellisierend, so nach dem Motto: "Das ist nun mal seine Sexualität, die konnte er sich nicht aussuchen. Er ist halt nur Opfer seiner Triebe."

    Allerdings stellt mich das ohnehin vor ein ziemlich schwieriges Problem: Wer pädosexuell ist, hat ja im Grunde genommen nur zwei Optionen: seinen sexuellen Trieb zu unterdrücken (dadurch wird er mit der Zeit krank) oder seinen Trieb auszuleben (dadurch begeht er Straftaten). Wie will man dieses Problem lösen? Ich weiß es selber nicht. Und bevor jemand auf die Idee kommt zu schreiben: Psychotherapie - dem sei gesagt, dass man eine sexuelle Orientierung nicht wegtherapieren kann (die Homo-Heiler lassen grüßen).
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#6 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:41hHannover
  • Antwort auf #1 von Luna
  • ""Was für Pädosexuell? Das nennt man Pädophilie und ist keine sexuelle Orientierung""..

    Pädophilie ist als Begriff aus dem Griechischem stammend veraltet, und bedeutet übersetzt auch nichts weiter als "Liebe zu Kindern"..

    Man kann von Eltern erwarten das sie ihre Kinder lieben, also im Bestem Sinne des Begriffes "Pädophil" sind..

    In den Kreisen in denen sich Menschen als Opfer, Angehörige von Opfern, und auch Helfenden mit der Thematik "sexualisierte Gewalt" befassen ist es seit Jahren Usus das man nicht mehr von "Pädophilie" spricht, sondern von "Pädosexualität", um damit auch den Charakter einer übergriffigen Sexualität zu verdeutlichen..

    www.gegen-missbrauch.de/paedosexualitaet/
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#7 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:47hHannover
  • Antwort auf #2 von Homonklin_NZ
  • ""Finde auch, dass das Wort zur Verharmlosung einlädt, da es nicht um eine Sexualität geht, sondern um eine wirkliche psychiatrische Erkrankung.""..

    Vorsicht mit solchen Zuschreibungen..

    Es ist noch gar nicht lange her das auch "Homosexualität" als solche "psychiatrische Erkrankung" in den Listen der WHO stand, und die Wissenschaft Aufklärung schaffte..

    Das kann auch für andere solche "Diagnosen" gelten, und im Bereich Pädosexualität wird in Fachkreisen ernsthaft darüber diskutiert..

    Was dann die Fakten betrifft :
    Immer dann wenn Täter*innen gegen den Willen zu Handlungen ansetzen, dann ist dies strafbar..

    Allein die Tatsache ein solches Empfinden zu besitzen, und sich dann so wie hier im Film gezeigt dagegen zu wehren übergriffig und damit Täter zu werden ist allein für sich eben NICHT strafbar..
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#8 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:53hHannover
  • Antwort auf #3 von Nachgedacht
  • ""Ich finde es schade, dass hier in den Kommentaren genau die Diskussion aufgemacht wird, die der Film durchbrechen will. Versteht mich nicht falsch. Wenn Pädophile ihre Sexualität ausleben, zerstören sie in aller Regel Leben.""..

    Wenn man dann drüber nachgedacht hat, dann gibt es auch dazu KEINEN "generellen" Ansatz..

    Auch das will der Film in der Diskussion offensichtlich durchbrechen..

    Nicht alle Menschen die solche Erfahrungen gemacht haben empfinden sich automatisch als Opfer..
    Manche werden erst dazu gemacht..
    Und bei manchen zerstört sich dann auch erst das Leben durch die nachfolgende Übergriffigkeit der Gesellschaft, die "denkt" sie müsse alles was sie nicht versteht zu einem Verbrechen abstempeln..

    Doch Opfer wird man erst wenn gegen den eigenen Willen gehandelt wird..
    Ob dies dann generell die Täter*innen sind, ist nicht immer eindeutig geklärt..
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#9 TheDadProfil
  • 09.03.2020, 19:57hHannover
  • Antwort auf #5 von Zweifler
  • ""Ich habe kein Problem damit, jemanden der sich noch nie an Kindern vergriffen hat, als pädosexuell zu bezeichnen. Wer dies allerdings getan hat, den soll man auch als pädophil bezeichnen und ganz eindeutig klar stellen, dass er ein Straftäter ist.""..

    Warum das nicht so ist, darauf bin ich schon eingegangen..
    Hier möchte ich noch zusätzlich anführen :
    Bagatellisierend wirkt der Straftatbestand des "sexuellen Missbrauchs"..
    Den es nicht gibt, denn solche Taten sind sämtlich als Vergewaltigungen zu beschreiben, weil sich die Übergiffe gegen den Willen eines Opfers ereignen..
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#10 SqueezerAnonym
  • 09.03.2020, 20:49h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "Doch Opfer wird man erst wenn gegen den eigenen Willen gehandelt wird.."

    Das finde ich einen sehr interessanten Ansatzpunkt. Ab wann hat ein Mensch eigentlich einen eigenen Willen? Kann ein Mensch wirklich erst mit 18 Jahren all seine Handlungen und Auswirkungen verstehen? Oder fängt das nicht vielleicht doch schon etwas früher an? Bsp.: Wenn ein 15jähriger mit einem anderen 15jährigen schläft, ist das nicht strafbar. Schläft er anschließend noch mit einem 18jährigen, ist es strafbar (zumindest für den 18jährigen). Mir erschließt sich da nicht ganz die Logik des Gesetzgebers. Wenn es ein Minderjähriger unbedingt will, spielt es doch keine Rolle, ob er dies mit einem ebenfalls Minderjährigen oder bereits Volljährigen tut.
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#11 Homonklin_NZAnonym
  • 09.03.2020, 23:25h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • ""Vorsicht mit solchen Zuschreibungen..

    Es ist noch gar nicht lange her das auch "Homosexualität" als solche "psychiatrische Erkrankung" in den Listen der WHO stand, und die Wissenschaft Aufklärung schaffte..
    ""
    Da bin ich schon vorsichtig genug. Es geht um die Unterscheidung von Sexualität und psychischer Erkrankung.

    Sexualität entsteht unter dem Konsens zwischen Menschen, wo sich die Teilnehmer über Tragweite, Art und Folgen der Motivation/Handlung bewusst sind, gereift genug, ihr Einverständnis über die jeweilige Art einer Beziehung zu erklären.

    Deshalb ist etwa die Vergewaltigung unter Erwachsenen auch keine Sexualität, oder etwa Ausbeutung, oder vielleicht das Ausnützen von Abhängigkeitsverhältnissen. Das sieht vielleicht im Zusammenhang SM ganz anders aus, aber da ist der Eintrag auch wieder in "Störungen der sexualpräferenz" untergebracht, F65 ICD-10.
    Übrigens auch Fetischismen diverser Art, welche ebenfalls keine sexuelle Ausrichtung darstellen. Wie auch Sodomie oder etwa sexualisierte Koprophagie u.Ä. keine sexuelle Ausrichtung sind.
    Die Fetische oder Gegenstände, Tiere, Kinder, Armstümpfe ect. dienen laut den wissenschaftlichen Erklärungen als Anknüpfungspunkte für eine beziehungsfeindliche, wenn nicht einer sexuellen Beziehung abgeneigte , dann objektisierenden, bindungsgestörten Problematik, die mit Selbsttäuschung und dem Versuch, diese gegenüber anderen zu relativieren, einher geht.

    ""Hostility towards relationships is one prominent characteristic symptom for disorders of sexual preference (ICD-10) and paraphilias (DSM-IV). Paraphilic symptoms sometimes progress to obsessive or addictive- like forms leading to a loss of self-control but can occur also as single incidents or as episodic events. Besides constitutional aspects, problems in the development of close relationships to primary caregivers (attachment) play an important role in the development of these disorders. Actual relationship- and self-confidence problems often trigger the severity of disturbance, especially in the episodic forms of paraphilia. For patients who are in conflict with the law, cognitive-behavioral therapeutic approaches with the aim to minimize self-deception regarding the effects of the paraphilic behavior have become more and more relevant.""

    Berner, W., Briken, P. Störung der Sexualpräferenz (Paraphilie). Bundesgesundheitsbl. 50, 3343 (2007).
    doi.org/10.1007/s00103-007-0108-y

    Beispiel, würde man alles dazu anführen müssen, es sprengte die Kommentarsektion.

    Das ist bei Homosexualität, Bisexualität, Pansexualität, Heterosexualität, Asexualität, Hyposexualität, Demisexualität ect. nun doch gänzlich anders.

    Der Betreff Strafbarkeit und wann sie zutrifft macht dann nochmal ein ganz anderes Fass auf, denn zu einem der Art Fetischisten, die zwanghaft Damenwäsche-Artikel von Wäscheleinen klauen, hat alles Fetischistische, das Menschen involviert, noch eine extra Dimension.
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#12 Homonklin_NzAnonym
  • 09.03.2020, 23:38h
  • Antwort auf #1 von Luna
  • Richtig, es ist keine sexuelle Ausrichtung, sondern eine Art psychische Erkrankung bzw. Komplex verschiedener solcher.

    Das Problem mit dem Ausdruck "Pädophilie" ist in der Übersetzung, dass hier "Freundschaft zu Kindern" suggeriert wird. Das ist alles andere als das, was viele Betroffene, wenn es zu Konflikten mit dem Gesetz kommt, ganz gern so zu interpretieren sichen. Wären das wirklich Freunde von Kindern, würden sie darauf achten, ihre Leben möglichst weit weg von Kindern zu leben. Die Zwangssituationen treiben sie ähnlich, wie eine Sucht, in den unkontrollierbaren Fällen immer wieder da hin, wo sie Nähe zu Kindern oder Jugendlichen (Ephebophilie) suchen. Das Ausnützen so genannter Abhängigkeitsverhältnisse spielt eine große Rolle, also Betreuung Schutzbefohlener, Sportverein, Schule, Pfadfinder, Pflegeelternschaft, Kirche ect. wo sich solche Verhältnisse erschließen lassen. Das macht es sio bedeutsam, in den Bereichen besonders gut aufzupassen, wer sich da so engagiert.
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#13 Homonklin_NZAnonym
  • 09.03.2020, 23:58h
  • Antwort auf #3 von Nachgedacht
  • Grob gesagt eine Kombination aus Bindungsstörung, mit zwanghaften, oder Sucht-Elementen, einer Art von Fetisch ähnlich, Objektisierung, und noch diversen anderen Kategorien.
    Ich bin aber etwa auch dafür, dass man den Zugang zu Therapien und Medikamenten erleichtert, Langzeit-therapeutisches Lebenscoaching anbietet, oder Programme wie das "Kein Täter werden" ausbauen sollte.
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#14 TheDadProfil
  • 10.03.2020, 18:04hHannover
  • Antwort auf #10 von Squeezer
  • ""Das finde ich einen sehr interessanten Ansatzpunkt. Ab wann hat ein Mensch eigentlich einen eigenen Willen? Kann ein Mensch wirklich erst mit 18 Jahren all seine Handlungen und Auswirkungen verstehen?""..

    Der Gesetzgeber sagt dazu : mit 14 Jahren, zumindest was die Wahl eines Sexualpartners angeht, oder die "Religionsmündigkeit" betrifft..
    Bis auf Bayern, dort ist man erst mit 18 Jahren "Religionsmündig" und kann auch dann erst aus der RKK oder der EKD austreten..

    In anderen Bereichen hängt die "Geschäftsfähigkeit" von verschiedenen Faktoren ab, etwa vom Kaufpreis des Lollis, oder des Radiergummis..

    ""Oder fängt das nicht vielleicht doch schon etwas früher an? Bsp.: Wenn ein 15jähriger mit einem anderen 15jährigen schläft, ist das nicht strafbar. Schläft er anschließend noch mit einem 18jährigen, ist es strafbar (zumindest für den 18jährigen).""..

    Nein, ist es nicht..
    Es sei denn die beiden befinden sich in einem definiertem "Abhängigkeitsverhältnis" etwa in einem Verein als Trainer und Mannschafts-Angehöriger, oder Betreuendem und Teilnehmenden in einer "Pfadfinder-Gruppe" oder ähnlichem..
    Und dann ist das Alter der beiden jeweils egal, denn auch ein 19-Jähriger Angehöriger eine Mannschaft darf mit seinem 35 Jährigem Trainer keinen Sex haben..

    Was den Hintergrund der Frage betrifft..
    Der Gesetzgeber hat eine "durchschnittliche Grenze" gesetzt, und hierzu auf die Grenzen des Bürgerlichen Gesetzbuches zurückgegriffen wonach die Grenze zwischen "Kind" und "Jugendlichen" beim 14. Geburtstag angesiedelt ist..
    Gleichzeitig der Zeitpunkt ab dem der junge Bürger* in diesem Staat Strafmündig wird..
    Natürlich ist das auch willkürlich, denn so mancher Mensch ist mit 16 immer noch mehr kindlich, so mancher auch schon mit 10 vernünftiger als diese 16-Jährigen..

    Das hängt also wie so vieles immer vom individuellem Fall ab..

    ""Wenn es ein Minderjähriger unbedingt will, spielt es doch keine Rolle, ob er dies mit einem ebenfalls Minderjährigen oder bereits Volljährigen tut.""..

    Das stimmt..
    Und hier muß sich die Gesetzeslage auch endlich mal anpassen, denn es kann nicht sein daß Eltern/Erziehende über den Kopf des betroffenen Jugendlichen* hinweg Strafanzeigen stellen dürfen..
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#15 TheDadProfil
  • 10.03.2020, 18:28hHannover
  • Antwort auf #11 von Homonklin_NZ
  • ""Da bin ich schon vorsichtig genug. Es geht um die Unterscheidung von Sexualität und psychischer Erkrankung.""..

    Eben nicht..
    Du kannst hier dann auch Links zu allen möglichen Psychiatern und Organisationen setzen die die Behauptung aufstellen, dieses sei eine solche "psychische Erkrankung"..

    Es gibt mindestens ebenso viele Psychiater und Organisationen die gegenteiliges behaupten, und davon sprechen man müsse Pädosexualität als Sexuelle Identität anerkennen, was am Ende dazu führen würde auch hier "Konversionstherapien" verbieten zu müssen..

    Ob das Zielführend ist, ist dabei ein völlig andere Frage..
    Aber vor dem Hintergrund das sich gerade Trans*-Menschen zu Recht dagegen wehren immer noch "psychiatrisiert" zu werden, und Homosexuelle Jahrzehnte brauchten um von dieser Liste der "Psychiatrischen Krankheiten" zu entkommen, kann man sich nicht ernsthaft hinstellen, und diese Psychiatrisierung für eine andere Gruppe von Menschen guten Gewissens einfordern..

    Vor allem muß man hier dann auch bedenken :
    Wer auf einer Diagnose-Liste steht wird auch OHNE Übergriff, und KANN auch OHNE Einwilligung "therapiert" und auch eingesperrt werden..

    Doch Menschen die sich nichts Zuschulden kommen lassen DARF man nicht einsperren, und auch nicht gegen ihren Willen "behandeln" !

    Das widerspricht ihren Menschenrechten !

    ""Das ist bei Homosexualität, Bisexualität, Pansexualität, Heterosexualität, Asexualität, Hyposexualität, Demisexualität ect. nun doch gänzlich anders.

    Der Betreff Strafbarkeit und wann sie zutrifft macht dann nochmal ein ganz anderes Fass auf""..

    Versuch doch mal die Thematik zu durchdenken..
    Die Strafbarkeit bezogen auf die formulierten Inhalte (wie schon angesprochen) ist ebenso "willkürlich" gewählt, und auf das Sexualverhalten ausgerichtet, wie es bei Homosexuellen vor allem mit der Nazi-Fassung des § 175 war..

    Es gibt also keinen nachvollziehbaren Grund für eine Vergewaltigung noch ein Dutzend andere Definitionen ins Gesetz zu schreiben, und mit zum Teil absurd niedrigen Mindeststrafen zu bedrohen, wenn der Tatbestand der Vergewaltigung, also ein Vorgehen gegen den Willen eines Opfers erfüllt ist..

    Ob dies dann ein Trainer macht, ein Pfaffe, oder der eigene Vater KANN nicht unterschiedlich rechtlich bewertet werden, und dennoch "leisten" wir uns als Staat diesen Luxus eines ausufernden "Sexualstrafrechtes", welches in sich im StGB eigentlich gar nichts zu suchen hat, weil es im BGB angesiedelt sein muß, wenn es zur "Kompensation durch Schadenersatz" führen soll..
    Und hier fehlen dann noch konkret formulierte Kinder-Rechte im GG, die ein Kind oder Jugendlichen in die Lage versetzen Klage zu führen..
    Kostenlos vertreten im Falle eines Falles dann auch gegen die eigenen Eltern..

    Denn mit dem StGB geriert sich hier der Staat auch noch als "Geschädigter", der sich auch noch anmaßt zu bestimmen ab wann genau denn Sex erlaubt sein soll, und wann und wo er verboten sei..

    Doch das wird weder den Menschen gerecht, noch führt es dazu die z.B. mehr als 300.000 durchschnittlichen "Missbrauchsfälle" pro Jahr signifikant zu verringern..
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#16 TheDadProfil
#17 Homonklin_NZAnonym
  • 10.03.2020, 19:24h
  • Antwort auf #10 von Squeezer
  • ""Wenn es ein Minderjähriger unbedingt will, spielt es doch keine Rolle, ob er dies mit einem ebenfalls Minderjährigen oder bereits Volljährigen tut.""

    Da kommt dann wohl die Schwierigkeit der Unterscheidung mit rein, ob ein Minderjähriger sowas aus eigenem Antrieb wollen kann, und wie das von Manipulation dazu hin unterschieden werden soll, allso wenn der Ältere so lange auf den einredet, bis der das anscheinend "will" oder sich breit schlagen lässt.

    Da wäre dann aber auch der ältere und meist ja vernünftigere Part gefragt, das ggf. auch auszuschlagen, denn es kann nicht Jeder alles bekommen, das er aus irgend einem Splien hervor grade möchte.
    Grade im Bereich Liebe, Partnerschaft, Sexualität sind diese Vorstellungen doch ziemlich zweifelbar, und insbesondere im Zusammenhang mit dem Konzept einer Mündigkeit.
    Ein "eigener Wille" ist, durch andere Personen beeinflusst, dann auch kein eigener Wille. Das hat man grade in der Homoheilungs-Debatte beim Willensmangel mitgekriegt, dass da auch schon Ältere noch nicht gefestigt sein müssen.

    Mag das Mindestschutzalter auch für ab 14 festgelegt worden sein, das ist schon verdammt jung. Es hat wahrscheinlich auch Gründe, warum Leute unter 18 Jahren als beschränkt geschäftsfähig gelten, Oder warum Heiraten erst ab 16 geht, wenn ein Partner volljährig ist. Wenn man also als Neunjährige unbedingt den 62-jährigen Onkel aus der Türkei heiraten "will", ist das schon berechtigt, sich diesen "Willen" genauer anzusehen. Das Gleiche, wenn irgend ein Fast-Teenie mit sonstwessen Onkel angeblich Experimente anstellen "will".

    Psychologisch gesehen ... well, das hatten wir schon.

    Mit 10 wollte ich aus der RKK raus. Hat keinen interessiert. Der persönliche Wille muss Grenzen lernen, so, wie man je nach Alter auf diverse Dinge verzichten lernen muss. Keine Sauf-Party unter 16, kein Führerschein mit 13 usw.
    Das Bewusstsein vermitteln, ab wann Jemand Konsensbefähigung erlangt, muss mit der Verantwortungskompetenz Hand in Hand gehen. Dann guckt besser der ein oder andere frühreife Teenie in die Röhre, als dass es zulässig wird, Zigtausende andere einer Manipulation ihrer Willensbekundung in die Arme rennen zu lassen. Das wäre unverantwortbar.
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#18 TheDadProfil
  • 11.03.2020, 20:02hHannover
  • Antwort auf #17 von Homonklin_NZ
  • ""Da kommt dann wohl die Schwierigkeit der Unterscheidung mit rein, ob ein Minderjähriger sowas aus eigenem Antrieb wollen kann, und wie das von Manipulation dazu hin unterschieden werden soll, allso wenn der Ältere so lange auf den einredet, bis der das anscheinend "will" oder sich breit schlagen lässt.""..

    Äh ?
    Was genau ist eigentlich am "eigenem Willen" nicht zu verstehen ?

    Wogegen hier dann eingefügt wird, es bestünde womöglich immer die Gefahr eines Einflußes von außen..

    Mal abgesehen davon, daß hier die Rede von "Minderjährigen" war, in der Regel sind damit Jugendliche gemeint die selber entscheiden dürfen, die aber immer einem Einfluß unterliegen, egal aus welcher Ecke der nun kommt, doch zumeist der Einfluß der Eltern, die dumm genug sind ihre "Kinderchen" immer noch als "zu jung" für Sexualität zu betrachten, und nicht selten dieses "dafür bist du noch zu jung" selbst als Ausrede für mangelhafte Aufklärung nutzen..

    Doch einzig VOLLSTÄNDIGE und UMFASSENDE Aufklärung versetzt einen Jugendlichen in die Lage für sich selbst zu entscheiden was er will, und vor allem wann er es will..

    Doch der Einwand
    "man weiß ja nie welche einflüße"
    ist eine Form der Unterdrückung einer natürlichen Entwicklung, denn damit werden Jugendliche drangsaliert und kontrolliert..

    Wen genau geht es eigentlich etwas an mit wem Jugendliche Sexualität ausprobieren, und wie alt diese Personen sind, an die sie sich dabei wenden ?

    Die Eltern/Erziehenden ?
    Den Gesetzgeber ?
    Die Polizei als Erfüllungsgehilfen, die immer mal gerne unter die Bettdecken spionieren ?

    Wenn Jugendliche aufgeklärt sind werden sie ihre Eltern als Rückhalt sehen, und sie auch informieren was läuft..

    Doch wer Sex tabuisiert, der muß sich nicht wundern darüber dann auch belogen zu werden..

    ""Oder warum Heiraten erst ab 16 geht, wenn ein Partner volljährig ist. ""..

    Das wurde im Rahmen einer Debatte über "Zwangsehen unter Flüchtlingen" mit Wirkung zum 21. Juli 2017 unter Änderung des § 1303 BGB abgeschafft..
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