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Queerpolitik, gerappt in vier Minuten

Wir sind absolut begeistert: Der Bochumer Rapper Jirka Otte, selbst hetero, setzt mit seinem Track "Kreuz & Queer" eines der coolsten, klügsten und überzeugendsten Musik-Statements gegen LGBTI-Feindlichkeit.

  • 07. April 2020, noch kein Kommentar

In knapp vier Minuten rappt Otte ganz wunderbar Tacheles und bringt dabei tatsächlich vieles unter, was derzeit auf der queerpolitischen Tagesordung steht – von der Ergänzung des Artikels drei im Grundgesetz über das Verbot von Zwangs-OPs an intergeschlechtlichen Babys ("an Kindern / das Geschnibbel an Genitalien / müssen wir verhindern") bis zum entschlossenen Vorgehen gegen kriminelle "Konversionstherapien".

Die klare Ansage an "homophobe Vollidioten", "transphobe Hater" und die "Sexisten da draußen" ist auch eine offene Anklage an fundamentalistische Christ*innen, die LGBTI-Rechte in Deutschland an vorderster Front bekämpfen. Nicht zufällig heißt der Rap "Kreuz & Queer" und wurde das Video teilweise in einer Kirche gedreht – mit Unterstützung eines solidarischen Pastors.

Ein Wettbewerb das Essener Projekts "Fair… rappt!" zum Thema "GenderRap und Queerfeminismus" habe ihn im vergangenen Jahr auf die Idee zum Song gebracht, erzählt Jirka Otte gegenüber queer.de. "Mir war sofort klar und wichtig, dass ich mich klar positioniere zu den homofeindlichen, transphoben und sexistischen Vorurteilen und Klischees, die von der HipHop-Szene und auch im Mainstream der Musiklandschaft täglich bedient werden."

Inspiriert und bei der inhaltlichen Recherche unterstützt wurde Otte, der seit Mitte der Neunzigerjahre als Musikproduzent und Kulturschaffender in Bochum aktiv ist, von seiner Frau Thea Jacobs, die einen Master in Gender Studies hat, sowie von Karsten Finke, dem Sprecher der AG Queer*Feminismus der Bochumer Grünen.

Für ihn sei der Einsatz gegen LGBTI-Feindlichkeit selbstverständlich, so der Rapper aus dem Ruhrgebiet. "Ich bin Vater von einem zweieinhalb Jahre alten Sohn, und wir wünschen uns für unseren Sohn eine friedliche Zukunft und eine Welt, in der jeder Mensch ohne Angst verschieden sein kann." (mize)



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07. April 2020
Noch kein Kommentar

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