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Little Britain in Lockdown

Nach über zehn Jahren Pause kehrte die Comedyshow "Little Britain" für eine kurze Corona-Sonderfolge auf den Bildschirm zurück.

Die fünfminütige Show für den BBC-Spendenmarathon "The Big Night In" zugunsten von Opfern der Pandemie bietet ein Wiedersehen u.a. mit Bubbles DeVere ("Champagne for everyone"), Dafydd ("The only gay in the village") und Vicky Pollard ("Yeah but, no but").

Viele Gags spielen auf die aktuelle Corona-Krise an: So streiten Lou und Andy über eine Fledermaus zum Abendessen, und Reisebüromitarbeiterin Carol Beer hat nun natürlich tatsächlich keine Urlaubsangebote mehr: "Computer says no." Präsentiert wird die Sonderfolge als Videokonferenz aus den Wohnungen der beiden Hauptdarsteller Matt Lucas und David Walliams, die beide kunstvoll improvisierte Perücken und Kostüme tragen.

Auch einen kurzen Auftritt als Emily Howard und Florence ("I'm a lady") kann sich das Duo, das mit Lucas aus einem schwulen und Walliams aus einem hetero Mann besteht, nicht verkneifen. Er sei sich nicht sicher, ob man diesen Sketch über zwei Transvestiten noch bringen sollte, kommentiert Florence die kurze Szene – und dürfte mit dieser Bemerkung Kritiker*innen erst recht erzürnen. Wegen der beiden Figuren war den Komikern in der Vergangenheit Transfeindlichkeit vorgeworfen worden.

"Little Britain" wurde erstmals 2001 auf BBC Radio 4 als Radiosendung ausgestrahlt. Zwischen 2003 und 2007 wurden dann mehr als zwei Dutzend Folgen für das Fernsehen produziert. Später gab es Spin-off-Serien wie "Little Britain USA" und "Come Fly With Me". Zuletzt gab es Ende Oktober eine Brexit-Sonderfolge im BBC-Radio (queer.de berichtete).

Die anfangs gefeierte Serie erntete in den vergangenen Jahren immer mehr Kritik. Bereits 2008 hatte eine Forscherin der London School of Economics in einer wissenschaftlichen Abhandlung die "Little Britain"-Macher beschuldigt, Rassismus, Sexismus und Homophobie zu fördern (queer.de berichtete).

Im Januar hatte David Walliams in einem Interview überraschend angekündigt, dass in diesem Jahr neue TV-Folgen gedreht werden sollen (queer.de berichtete). Das neue "Little Britain" werde sich verändernden Einstellungen in der Bevölkerung anpassen. "Man muss es definitiv anders machen, weil es heute eine andere Zeit ist", so Walliams. Er betonte aber, dass es nie die Absicht der Serie gewesen sei, sich über Minderheiten lustig zu machen. (cw)



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#1 AnnickAnonym
  • 24.04.2020, 10:19h
  • ich denke die Beiden befördern mit ihren Sketchen nicht die Vorgeworfenen Ismen wie Rassismus, Homophobie usw. sondern sie halten der Gesellschaft den Spiegel vor, damit sie mal sieht wie blöd das eigendlich ist.
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#2 WindheimerAnonym
#3 LittleBritainFanAnonym
  • 26.04.2020, 12:24h
  • Endlich wieder etwas Neues! Ich habe mehr als nur Heimweh nach Little Britain gehabt! Ich hoffe, dass es wieder auflebt und am besten jede Woche neu kommt!
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#4 FanaberjaAnonym
  • 15.05.2020, 16:13h
  • @1
    Ganz richtig
    I h verstehe bei den so oft geführten. Debatten nicht, warum ausgerechnet Satire und artverwandte Künste von sio vielen nicht verstanden werden . Und warum ausgerechnet "wissenschaftliche" Forscherung immer wieder darauf anspringt. Die vermeintlich betroffenen Gruppen der in "Little Britain" Diskriminierten, also Schwule, Trans, Rezeptionistinnen, Krankenpflrger, Eltern, Kinder, isw) haben mehrheitlich offenbar verstanden, dass hier jeder sein Fett abgekriegt. Deshalb zieht auch der Vorwirf der Diskriminierung nicht!
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