https://queer.de/v?431
Geoutet. Geflüchtet. Geheiratet.
Ende Mai läuft im WDR-Fernsehen eine bewegende Reportage über einen schwulen Flüchtling aus dem Libanon, der in Deutschland die Liebe gefunden hat - wir zeigen den Film schon jetzt.
- 29. April 2020,
Ibrahim war vor vier Jahren aus dem Libanon nach Deutschland geflohen, da er als schwuler Mann in seiner früheren Heimat nicht frei leben konnte. Sein schlimmstes Erlebnis: Er wurde von homophoben Männern aus dem dritten Stock durchs Fenster geworfen. Wie durch ein Wunder überlebte er den Sturz, war monatelang im Krankenhaus.
In Deutschland lernte Ibrahim in einem Fitnessstudio Benjamin kennen, dann ging alles recht schnell: Nach einem Jahr haben die beiden Männer im November letzten Jahres geheiratet. Das Team von "WDRforyou" war für den Film "Voll von Liebe – Ibrahims Hochzeit" dabei.
Bis heute will Ibrahims Familie nichts von ihm wissen, von seinem Vater wurde er geschlagen, als der erfahren hatte, dass sein Sohn Männer liebt. Trotzdem vermisst er seine Familie sehr: "Ich bin traurig und enttäuscht, wenn ich sehe, wie Bens Familie unsere Hochzeit unterstützt und von meiner Familie kommt gar nichts."
Die deutsche Familie seines Mannes habe ihn sofort herzlich und ohne Umstände aufgenommen. Das sei ein großer Trost für ihn, sagt Ibrahim. Mit ihnen habe er eine neue Familie gefunden. Inzwischen engagiert sich Ibrahim für die Rechte queerer Flüchtlinge in Deutschland.
Die 15-minütige Reportage von Janina Werner läuft am Donnerstag, den 28. Mai um 23:25 Uhr im WDR-Fernsehen. Gedreht und geschnitten wurde der Film von der trans* Person Marcel Jana Urban. (cw/pm)
Mehr zum Thema:
» Mehr TV-Tipps zu LGBTI-Themen täglich auf queer.de
















