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"Warum schweigen Profisportler?"

Warum nimmt nur eine kleine Minderheit der deutschen Top-Athleten klar Stellung gegen Homophobie, Rassismus und Sexismus? Dieser Frage geht eine recht spannende MDR-Doku nach.

Für den 55-minütigen Film "Warum schweigen Profisportler?", der im Youtube-Kanal von "Sport im Osten" veröffentlicht wurde, sprachen die MDR-Reporter Daniel George und Max Schörm mit Fußballern, Basketballern und Leichtathleten sowie Journalisten, Funktionären und Fans. Die Protagonisten liefern in dieser Deutlichkeit selten zuvor gehörte Aussagen: "Wir bekommen einen Maulkorb verpasst", sagte beispielsweise Zehnkämpfer Rico Freimuth. "Ich finde es blöd, dass Politik ein Tabu-Thema ist. Aber das ist mir scheißegal. Ich lasse mir von keinem den Mund verbieten", so Terrence Boyd, Fußballprofi beim Halleschen FC.

Auch die Corona-Krise, die Deutschland während der drei Monate dauernden Dreharbeiten erreichte, spielt inhaltlich eine Rolle. Denn, so glauben manche Protagonisten: Diese so unsichere Zeit könnte dafür sorgen, dass sich Sportler ihrer sozialen Verantwortung bewusster werden.

Für die Dokumentation, die das Thema Homophobie im Sport durchaus etwas vertiefender hätte behandeln können, arbeiteten George und Schörm vorrangig mit einem mobilen Reporter-Kit, filmten hauptsächlich mit Smartphones. Von der inhaltlichen Konzeption über den Dreh bis zum Schnitt lag alles in der Hand der beiden Reporter, die aufgrund der Corona-Krise mehrere Interviews per Videochat führen mussten. (cw/ots)



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#1 Nk231Anonym
  • 03.05.2020, 19:40h
  • Dann wäre nun auch das Gerücht hinfällig, dass es in allen Vereinen so akzeptierend zuging. Offensichtlich in einigen gar nicht. Also ist meine Aussage aus der Vergangenheit richtig gewesen. Soll mal noch jemand widersprechen ;-) Bin schließlich selbst in manch Vereinen gewesen, mein Ding ist es seit langem nicht mehr. Ich möchte Leute lieber ohne Verein treffen und einfach was unternehmen, was gerade Spaß macht. Dazu brauche ich keinen Verein.
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#2 KlivieAnonym
  • 04.05.2020, 14:33h
  • Ich fände es super, wenn Sportler mehr öffentliche Stellung zu gesellschaftlichen Probleme beziehen würden. Allerdings sehe ich noch einen Blickwinkel, den ich im Beitrag so nicht ausmachen konnte, oder vielleicht nicht richtig verstanden habe - wie auch immer.
    Damit öffentliche Personen auch den Mut finden können zu gewissen gesellschaftlichen Dingen sich zu äußern, müsste Ihnen dann aber wahrscheinlich auch viel mehr der Rücken durch zum Bsp. Gesetze gestärkt werden.

    Nehmen wir mal an, dass sich jemand zu Gender-Themen positionieren möchte, vielleicht auch weil er selbst betroffen ist. So könnte/möchte er/sie sich ggf. outen. Das will jedoch nicht jeder/jede, da man besonders als Person der Öffentlichkeit ganz schnell auf "Listen" landen kann. Ganz zu schweigen von der unsagbaren psychischen Belastung, der man sich plötzlich aussetzt, weil die neutrale Gesellschaft selbst leider immer noch zu wenig darüber versteht, die "Brüllaffen" weiter beschimpfen und verunglimpfen und die Religiösen weiterhin ihren eigenen Glauben so verzerren, dass "Hexenverbrennungen" heutzutage lediglich in einer anderen Weise in Erscheinung treten. (Bitte versteht, das als vereinfachte Metapher und keinen direkten Vergleich.)
    Wer bringt sich denn freiwillig in Lebensgefahr?
    Die mutigen, die trotzigen, jene die nicht mehr anders können?
    Leider, zeigen aktuelle Bsp. wie Judaswatch, dass lebensbedrohlichen Szenarien nicht entschieden "bekämpft" werden (können).
    Vergessen wir auch nicht Herr Snowden. Auch wenn dieser außer meiner Sicht in eine etwas andere Kategorie fällt, so zeigt auch sein Bsp. wie "heikel" Stellung beziehen sein kann.

    Das sind leider alles keine guten Signale, um aktuell ruhigen Gewissen Stellung beziehen zu können. Man muss im extremsten Fall um sein Leben fürchten. Wenn es gut geht, passiert nichts schlimmes. Dazwischen liegen jedoch noch eine Menge Facetten, die aber immer noch schlimm genug sind.

    Ich persönlich fände es enorm schwierig den Mut aufzubringen meine persönliche Existenz für die gute Sache zu riskieren. Daher habe ich großen Respekt gegenüber jenen, die es tun und bin ihnen auch dankbar, da sie den Betroffenen eine weitreichende Stimme geben. Mache mir aber auch sorgen, dass diese Mutigen nicht genügend Schutz erfahren, bzw. über weiteren/besseren Schutz ggf. gar nicht nachgedacht wird.

    In jedem Fall hätten Sie mein Wohlwollen, sich mehr einzumischen und klare Kante zu zeigen.
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#3 Nk231Anonym
  • 04.05.2020, 17:26h
  • Antwort auf #2 von Klivie
  • Und von welcher Partei erwartest du, dass sie solche Gesetze jemals umsetzen würden? Vor allem bezüglich Stellung beziehen wie Snowden? Welche Partei würde das jemals auch nur dulden?
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