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"Warum schweigen Profisportler?"
Warum nimmt nur eine kleine Minderheit der deutschen Top-Athleten klar Stellung gegen Homophobie, Rassismus und Sexismus? Dieser Frage geht eine recht spannende MDR-Doku nach.
- 02. Mai 2020,
Für den 55-minütigen Film "Warum schweigen Profisportler?", der im Youtube-Kanal von "Sport im Osten" veröffentlicht wurde, sprachen die MDR-Reporter Daniel George und Max Schörm mit Fußballern, Basketballern und Leichtathleten sowie Journalisten, Funktionären und Fans. Die Protagonisten liefern in dieser Deutlichkeit selten zuvor gehörte Aussagen: "Wir bekommen einen Maulkorb verpasst", sagte beispielsweise Zehnkämpfer Rico Freimuth. "Ich finde es blöd, dass Politik ein Tabu-Thema ist. Aber das ist mir scheißegal. Ich lasse mir von keinem den Mund verbieten", so Terrence Boyd, Fußballprofi beim Halleschen FC.
Auch die Corona-Krise, die Deutschland während der drei Monate dauernden Dreharbeiten erreichte, spielt inhaltlich eine Rolle. Denn, so glauben manche Protagonisten: Diese so unsichere Zeit könnte dafür sorgen, dass sich Sportler ihrer sozialen Verantwortung bewusster werden.
Für die Dokumentation, die das Thema Homophobie im Sport durchaus etwas vertiefender hätte behandeln können, arbeiteten George und Schörm vorrangig mit einem mobilen Reporter-Kit, filmten hauptsächlich mit Smartphones. Von der inhaltlichen Konzeption über den Dreh bis zum Schnitt lag alles in der Hand der beiden Reporter, die aufgrund der Corona-Krise mehrere Interviews per Videochat führen mussten. (cw/ots)

















