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Billy Porter schmettert Protestsong beim Demokraten-Parteitag

Emmy-Preisträger Billy Porter ("Pose") beendete den ersten Tag des Nominierungsparteitags der US-Demokraten.

  • 18. August 2020, noch kein Kommentar

Der 50-jährige Porter trug neben Gitarrist Stephen Stills zum Abschluss des dieses Jahr fast ausschließlich digitalen Großevents den Song "For What It's Worth" der kanadisch-amerikanischen Band Buffalo Springfield vor. Das Ende 1966 veröffentlichte Lied war eigentlich ein Protestsong gegen den Vietnam-Krieg. Das Porter-Video wurde hingegen hinterlegt mit Motiven aus dem amerikanischen "Kulturkrieg", zeigt hauptsächlich "Black Lives Matter"-Aktivistinnen und -Aktivisten.

Porter, ein langjähriger Broadway-Darsteller, feierte zuletzt Erfolge mit der LGBTI-Serie "Pose". Darin gibt er Pray Tell, den Veranstalter der Voguing-Wettbewerbe. 2019 erhielt der schwule Darsteller für seine schauspielerische Leistung den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie (queer.de berichtete). Sein Sieg galt als historisch, weil nie zuvor ein offen schwuler schwarzer Mann diesen Preis gewinnen konnte. Auch dieses Jahr ist er wieder nominiert (queer.de berichtete).

Der Parteitag der Demokraten soll bis Donnerstag die US-Bevölkerung davon überzeugen, dass sie im November für einen Regierungswechsel stimmen soll. Am Montag hielten dafür unter anderem Ex-Präsidenten-Ehefrau Michelle Obama und Senator Bernie Sanders, der Vorwahlgegner von Joe Biden, eine Rede. Zudem moderierte der offen lesbische Fußballsuperstar Megan Rapinoe eine Gesprächsrunde mit "Frontarbeitern" der Corona-Krise, darunter etwa ein Krankenpfleger und ein Rettungssanitäter. Auch Hollywood war dabei: Als Moderatorin durch den Abend führte Eva Longoria ("Despearte Housewives").

Am Dienstag soll Joe Biden offiziell zum Kandidaten der Demokraten gekürt werden (live bei CNN ab Mittwochmorgen 3 Uhr mitteleuropäischer Zeit). Reden halten sollen unter anderem Bidens Ehefrau Jill, Ex-Präsident Bill Clinton und die linke Hoffnungsträgerin Alexandria Ocasio-Cortez. Die Moderation übernimmt Schauspielerin Tracee Ellis Ross ("Girlfriends", "Black-ish").

Am Mittwoch haben sich unter anderem Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und Ex-Präsident Barack Obama angemeldet. Moderieren wird Schauspielerin Kerry Washington ("Scandal").

Am Donnerstag wird es queerer: Dann sollen unter anderem die offen lesbische Senatorin Tammy Baldwin und der offen schwule Präsidentschaftskandidat Pete Buttigieg reden. Auch der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, der 2004 als Bürgermeister von San Francisco erstmals gleichgeschlechtliche Eheschließungen erlaubt hatte, hat sich angekündigt. Zudem ist eine "echte" Hollywood-Präsidentin anwesend: Julia Louis-Dreyfus aus der satirischen Politserie "Veep" wird moderieren. An diesem Tag ist auch eine große Rede von Joe Biden geplant, in der er die Nominierung akzeptiert.

In der kommenden Woche werden dann die Republikaner ihren Parteitag abhalten. Mutmaßlich wird es dort weniger queer zugehen. (dk)



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18. August 2020
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