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Queere Katholik*innen begehren auf

Das Bistum Essen hat ein Video veröffentlicht, in dem haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in sehr klaren und persönlichen Statements mit der LGBTI-feindlichen Sexualmoral ihrer Kirche abrechnen.

"Manchmal zerreißt es mich selbst, für eine Institution zu arbeiten, die mich und meine Sexualität, die unsere Ehe ablehnt", erklärt der verheiratete schwule Bistumsmitarbeiter Rainer Teuber in dem knapp zweiminütigen Clip. "Kirche verletzt Menschen: alle, die nicht heterosexuell sind", sagt Pastoralreferentin Sabrina Kuhlmann. Die lesbische Supervisorin Claudia Fockenberg wünscht sich, "dass wir von dem Begriff Sexualmoral wegkommen und die Sexualität jedes Einzelnen akzeptieren. Das ist ein Grundbedürfnis und wir haben ein Recht darauf."

Das Video "Kirche prüfen und verändern: Sexuelle Identität und Sexualmoral" wurde bewusst vor den am 4. September stattfindenden Regionalkonferenzen des synodalen Wegs veröffentlicht. Die Aussage "Die Themen des synodalen Weges bewegen auch das Bistum Essen. Wir arbeiten dran!" wird nach den Statements eingeblendet.

In drei weiteren auf dem Youtubekanal des Bistums veröffentlichten Clips sprechen Mitarbeiter*innen der katholischen Kirche im Ruhrgebiet ebenso Klartext zu den Themen "Selbstverständnis des Weiheamts", "Macht, Partizipation und Gewaltenteilung" sowie "Geschlechtergerechtigkeit". In einer Pressemitteilung des Bistums Essen heißt es dazu mit einiger Sympathie, aber auch Distanz: "In ihren Videos belassen es die Katholikinnen und Katholiken nicht bei reiner, durchaus provokanter Kritik, sondern machen auch konkrete Vorschläge für eine bessere Kirche." (cw)



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#1 KaiJAnonym
  • 01.09.2020, 10:34h
  • Wie Claudia Fockenberg zurecht feststellt ist die Sexualität ein Grundbedürfnis, auf das ein Recht besteht, nämlich das Grund- und Menschenrecht auf eine freie Sexualität. Dieses muss an sich und auch aus dem Menschenrecht der Religiösität heraus respektiert und akzeptiert werden. Ein Recht auf eine eigene Sexualmoral gibt es nicht, auch die Kirche soll und muss dazu umgangssprachlich gesagt, ihre Klappe halten.
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#2 Ralph
  • 01.09.2020, 11:11h
  • Antwort auf #1 von KaiJ
  • Alles richtig, aber mit noch so häufiger Wiederholung der Wahrheit wird man keine Änderung erreichen. Ich erinnere mich an ein viele Jahre zurückliegendes Interview mit einem kath. Bischof, dem eine Frage gestellt wurde ungefähr des Inhalts: Wenn wissenschaftlich unwiderlegbar dieses oder jenes bewiesen würde und die Lehre der Kirche dazu sich deshalb als endgültig und unwiderruflich falsch erwiese, wie würde er sich verhalten? Antwort: Er müsste trotzdem an die Lehre der Kirche dazu glauben, d.h. er müsste trotzdem glauben, was nachgewiesenermaßen Unfug ist. Gegen solche Leute kann man mit Vernunft nichts ausrichten. Ein altes Sprichwort sagt: "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens." - Gegen gewollte freiwillige Dummheit desto mehr.
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#3 Ben-matureAnonym
  • 01.09.2020, 18:47h
  • Kein Mensch zwingt euch für eine menschenverachtenden Verein zu arbeiten. Wenn Ihr mit der Hetze der katholischen Ideologie nicht einverstanden seid, austreten, und nicht noch diese Organisation unterstützen. All diese gay Mitarbeiter, die diese homophobe Organisation unterstützen, machen sich massiv schuldig am Leid vieler schwuler und lesbischer Menschen, die auf der ganzen Welt von dieser Kirche verfolgt und verachtet werden. Schämt euch, dass ihr in dem Bistum/der katholischen Kirche mitarbeitet und homophobes Tun dadurch unterstützt. Ihr gehört an der Pranger, spielt euch nicht auf als mutige Rebellen. Die Mutigen sind längst ausgetreten aus der Kirche, und bekämpfen euch und euren Verein von aussen
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