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Ein starker Song über queere Ängste und gegen Hass

Zum Welt-Aids-Tag haben Marcella Rockefeller und Peter Plate die Benefiz-Single "Ich hab genauso Angst wie du" veröffentlicht - fürs Video holten sie Bambi Mercury vor die Kamera.

Marcella Rockefeller und Peter Plate – spätestens seit dem durchschlagenden Erfolg der Single "Heller (High Heels)", die im Sommer zusammen mit Faso erschien, wissen wir, wie gut die Drag-Ikone und der Rosenstolz-Gründer zusammenpassen. Diesmal schlägt das Duo ernste Töne an. Die neue Version des Rosenstolz-Stücks "Ich hab genauso Angst wie du" ist ein Song, der ans Herz und unter die Haut geht.

Die Plattenfirma Milch Musik bezeichnete die Benefiz-Single, deren Lizenz-Einnahmen komplett an die Deutsche Aidshilfe gehen sollen, als "Aufruf, sich nicht zu verstellen und zu sich selbst zu stehen". Im Zeichen von Corona werde oft vergessen, wie viel Leid und Stigmatisierung das Immunschwäche-Virus HIV immer noch mit sich bringe, heißt es in einem Statement. Nebenher gewöhne sich die Gesellschaft an ein Europa, in dem sich viele Gemeinden in Polen zu "LGBT-freien Zone" erklärten.

Das Video zu "Ich hab genauso Angst wie du" zeigt einen homofeindlichen Überfall auf ein verliebtes schwules Paar. Gewalt und Intoleranz in der Gesellschaft nehmen aus Sicht von Marcella Rockefeller wieder zu. "Auch hier in Deutschland – im Jahr 2020 – habe ich als 32-jähriger Mann ein ungutes Gefühl, wenn ich, selbst in einer sogenannten Hochburg wie Köln oder Berlin, Hand in Hand mit einem anderen Mann durch die Straße gehe", sagte die Dragqueen, die 2014 unter ihrem bürgerlichen Namen Marcel Kaupp die RTL-Show "Das Supertalent" gewonnen hatte. "Es ist die Angst, Ablehnung, Hass oder Gewalt zu erfahren. Weil ich einfach nur liebe, wen ich liebe."

Schon 2006, als Rosenstolz "Ich hab genauso Angst wie du" schrieben, war der Song eine Ode an das Mitgefühl, den Zusammenhalt untereinander – 2020 wirkt der Songtext leider fast noch aktueller. Komplett neu arrangiert und von Marcella, mit ihrer eindringlich rauchigen Stimme wunderbar interpretiert, gewinnt dieser Song heute noch stärker an Bedeutung. (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Welche Bedeutung hat der Tag für dich?
    Ergebnis der Umfrage vom 30.11.2020 bis 07.12.2020


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#1 Realität2020Anonym
  • 02.12.2020, 11:23h
  • Wir dürfen nicht vergessen, dass das Realität 2020 ist. Wir haben LÄNGST nicht alles erreicht, nur weil wir seit 2017 heiraten dürfen. So lange wir nicht OHNE ANGST verschieden sein dürfen, d.h. auch ohne anbiedernde Anpassung oder eigene Unsichtbarmachung - solange wir Angst haben müssen, angegriffen, zusammengeschlagen, ja getötet zu werden - solange wir von Politikern aufgefordert werden, "unsere Außendarstellung zu ändern", solange Hassverbrechen gegen queere Menschen verschwiegen werden... solange sind wir unterdrückt, unfrei, gefährdet. Und zwar täglich aufs Neue und überall.

    Wir brauchen eine Strategie der Offenheit und Solidarität. Verstecken hilft nicht, Egozentrismus hilft nicht. Anbiedern hilft nicht. Wir müssen wieder zu einer Community gelangen, die zusammenhält und zusammen kämpft. Die Bedrohung ist immer noch extrem. Und wir brauchen Allies. ECHTE Allies, denen wir uns nicht anbiedern oder angleichen müssen, sondern die erkennen, dass wir in unserem Anderssein und unserer Vielfalt genau richtig so sind, wie wir sind.

    Es bleibt ein weiter Weg. Aber Resignieren hilft nicht. Wir müssen diesen Weg zusammen weitergehen und uns die richtigen Verbündeten suchen - sonst werden wir nie Frieden oder Freiheit finden.
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#2 Patroklos
  • 04.12.2020, 19:49h
  • Der Mann an der Seite von Frau Rockefeller ist die Dragqueen Bambi Mercury, die an der bis dato einzigen Staffel von "Queen of Drags" teilnahm.
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