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"Geschlechtstests" bei Sportlerinnen beenden!

Mit einem 120-seitigen Bericht und einem Video über die frühere Topläuferin Annet Negesa fordert Human Rights Watch ein Ende diskriminierender "Geschlechtsüberprüfungen" im Sport.

  • 05. Dezember 2020, noch kein Kommentar

Bereits seit Jahrzehnten regeln Sportverbände die Teilnahme von Frauen am Leistungssport durch Vorschriften zu "Geschlechtsüberprüfungen". Im Fokus stehen hier Sportlerinnen mit Abweichungen in ihren Geschlechtsmerkmalen, die dazu führen, dass ihr natürlicher Testosteronspiegel höher ist als üblich. Die Vorschriften nehmen diesen Frauen das Recht, als Frauen an Laufwettbewerben zwischen 400 Metern und einer Meile teilzunehmen, es sei denn, sie unterziehen sich invasiven Tests und medizinisch unnötigen Verfahren.

Diese Vorschriften verletzen die Rechte von meist aus dem Globalen Süden kommenden Athletinnen und schaden ihnen, so Human Rights Watch. Der 120-seitige Bericht "'They're Chasing Us Away from Sport': Human Rights Violations in Sex Testing of Elite Women Athletes" dokumentiert die Erfahrungen von mehr als einem Dutzend Sportlerinnen.

Die befragten Frauen sprachen von massiven Selbstzweifeln, Schamgefühlen und einem Rückzug aus dem Sport – sogar wenn der Sport ihre einzige Lebensgrundlage war – sowie von Suizidversuchen. Eine Läuferin, die einer "Geschlechtsüberprüfung" unterzogen und anschließend disqualifiziert worden war, sagte "Ich wollte die Ergebnisse wissen… Ich wollte wissen, wer ich bin. Warum testen sie mich? Sie testen keine anderen Mädchen… Ich wollte wissen, warum sie mich ins Krankenhaus gebracht und mich ausgezogen haben."

"Durch die Überprüfung und den Ausschluss weiblicher Athletinnen aufgrund ihres natürlichen Hormonspiegels werden alle Frauen durch die World-Athletics-Vorschriften stigmatisiert, stereotypisiert und diskriminiert", sagte Agnes Odhiambo, Expertin für Frauenrechte bei Human Rights Watch. "Sich einer körperlichen Untersuchung unterziehen zu müssen, kann erniedrigend sein, wenn sie medizinisch nicht notwendig ist. Sportlerinnen anhand von Beobachtungen und Verdachtsmomenten zu kategorisieren bedeutet, die Körper von Frauen auf der Grundlage willkürlicher Definitionen von Weiblichkeit und rassistischen Stereotypen zu kontrollieren." (cw/pm)



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