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Silberner Bär für lesbische Liebe

Mit "Wheel of Fortune and Fantasy" des japanischen Regisseurs Ryusuke Hamaguchi wurde am Freitag zum Abschluss des ersten Teils der Berlinale auch ein queerer Film ausgezeichnet.

Direktlink | Offizieller Trailer zu "Wheel of Fortune and Fantasy"
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  • 06. März 2021, noch kein Kommentar

Der Episodenfilm erhielt den mit einem Silbernen Bären prämierten Großen Preis der Jury. "Wheel of Fortune and Fantasy" (Originaltitel "Guzen to sozo") erzählt drei Geschichten über unerfüllte Sehnsüchte und unterdrückte Bedürfnisse in der Liebe. Im letzten Teil glaubt Natsuko, ihre alte Schulliebe wiedergefunden zu haben. Die andere Frau spricht zwar von einer Verwechslung, bietet aber an, Natsukos früheren Schwarm zu spielen.

In der Beschreibung der Berlinale über den Film heißt es:

Die Vervielfachung und Spiegelung weiblicher Charaktere war früher schon Thema in Hamaguchis Œuvre und ist es auch in seinem neuesten Film. Waren die Vorgänger Happy Hour und Asako I & II literarisch gesprochen eher Romane, so könnte man Guzen to sozo als Sammlung von Kurzgeschichten bezeichnen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den Erzählrhythmus: Die drei Episoden, die jeweils um eine Frauenfigur kreisen, sind wiederum in drei Akte gegliedert.

Es geht dabei um eine unerwartete amouröse Dreieckskonstellation, eine versuchte Verführung, die gleichzeitig eine Falle ist, und eine Begegnung, die durch ein Missverständnis zustande kommt. Der organische Erzählfluss bleibt trotz der Fragmentierung erhalten, er wird sogar noch betont. Ebenso die Inszenierung: Obwohl die Handlung zum größten Teil in einem einzigen Raum spielt und immer nur zwei Akteure beteiligt sind, erscheint der Film nie wie ein Kammerspiel. Das liegt nicht nur am Dialog, sondern auch an der komplexen Zeitstruktur, die im Schlussteil beinahe Science-Fiction wird. Die Momente, die wir miterleben, werden zu anrührenden universalen Schicksalen verbunden, die von Entscheidungen, Reue, Täuschungen und Zufällen geprägt und die eigentlichen Protagonisten des Films sind.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Wegen der Pandemie gab es keine Filmvorführungen am Potsdamer Platz. Stattdessen konnten Fachleute und Journalist*innen online Filme schauen. Erst im Juni soll es ein öffentliches Festival geben. Dann ist auch die Preisverleihung geplant.

Mit dem Goldenen Bär wurde der Film "Bad Luck Banging or Loony Porn" des rumänischen Regisseurs Radu Jude ausgezeichnet. Die Jury bestand aus sechs Regisseur*innen, deren Filme selbst schon mal einen Goldenen Bären gewonnen haben. (cw)



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