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"Der Islam braucht eine sexuelle Revolution"

Seyran Ateş gründete die erste deutsche Moschee, die LGBTI ausdrücklich willkommen heißt - ein neuer Dokumentarfilm erzählt das Leben dieser außergewöhnlichen Frau.

"Seyran Ateş: Sex, Revolution and Islam" nennt Regisseurin Nefise Özkal Lorentzen ihren Film über die 57-jährige Berliner Rechtsanwältin, die sich seit Jahrzehnten für einen liberalen Islam engagiert. Schon seit Beginn ihrer Laufbahn kämpft Ateş, deren Mutter Türkin und deren Vater Kurde ist, gegen Einschüchterungsversuche: 1984 erschoss ein Attentäter während einer Beratung in Berlin eine türkische Klientin und verletzte sie selbst lebensgefährlich. Der mutmaßliche Täter, ein Extremist der nationalistischen türkischen Rechtsextremistengruppe "Graue Wölfe", wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen

Später engagierte sich Ateş für die Integration von Migrant*innen sowie gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde. Wegen Drohungen und Übergriffen gab sie 2006 vorübergehend ihre Anwaltszulassung zurück. Vor vier Jahren gründete sie schließlich in Berlin die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, in der Frauen und Männer gemeinsam beten und muslimische LGBTI ausdrücklich willkommen sind (queer.de berichtete). In der Folge erhielt sie eine Vielzahl von Morddrohungen und steht rund um die Uhr unter Polizeischutz.

"Der Islam braucht eine sexuelle Revolution", sagt die Imamin im zweiminütigen Trailer zu "Seyran Ateş: Sex, Revolution and Islam". Die Doku feiert am 22. April seine internationale Premiere auf dem CPH:DOX Film Festival im Wettbewerb für den NORDIC:DOX Award. (cw)



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