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Schwule Liebe zu dritt

Simon, Johannes und Matthias führen eine polyamore Beziehung - und das schon seit mehreren Jahren. Die drei Männer teilen alles miteinander - auch das 1,80 Meter breite Bett.

In dem rund 14-minütigen Film "Polyamorie: Kann das echte Liebe sein?", produziert vom WDR-Fernsehen für das funk-Format "reporter", begleitet Timm Giesbers das Trärchen in seinem Alltag und stellt fest: Eine glückliche Beziehung zu dritt ist selbstverständlich möglich, kann aber eine echte organisatorische Herausforderung sein.

Heiraten könnten Simon, Johannes und Matthias aktuell nicht. In Deutschland ist Polygamie oder Vielehe laut Paragraf 172 StGB verboten. Es drohen sogar bis zu drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe, wenn man dagegen verstößt. Allerdings schlägt die FDP in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2021 ein Konzept vor, das auch Beziehungen von mehr als zwei Menschen rechtlich absichern würde: eine "Verantwortungsgemeinschaft". (cw)



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#1 DominikAnonym
  • 09.04.2021, 08:32h
  • Interessantes Lebensmodell, und rein privat soll auch jeder sein Ding machen dürfen. Die Legalisierung der Polygamie ist aber gesellschaftlich weder durchsetzungsfähig noch wirklich wünschenswert. Wo soll eigentlich, schon rein numerisch gesehen, die Grenze liegen? Manche wollen vielleicht mit drei oder vier Partnern gleichzeitig leben, oder bevorzugen ein Harem mit zwei Hauptfrauen und mind. vier Nebenfrauen, oder so ähnlich... Bei welcher Zahl soll eigentlich die Grenze liegen? Und wer definiert dann eigentlich, was eine Partnerschaft ist? Eine Freundes-WG könnte sich ja, wenn's jeder für sich selbst definieren darf und gar keine Erfüllungskriterien mehr gelten sollen, auch zu einer "Verantwortungsgemeinschaft" erklären... wenn's doch rechtliche und steuerliche Vorteile verspricht, warum nicht!?
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#2 EbenAnonym
#3 Nur aus InteresseAnonym
  • 09.04.2021, 10:10h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Jede Zweier-WG kann jederzeit beschließen, zu heiraten. Niemand überprüft, ob eine sexuelle Beziehung vorliegt oder nicht. Sie könnten einfach alle Vor- und Nachteile einer Ehe beanspruchen.

    Ist das ein Argument gegen die Ehe?
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#4 RalphSAnonym
  • 09.04.2021, 10:17h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Was moralisch für die Mehrheitsgesellschaft wünschenswert oder nicht wünschenswert ist, hat in Gesetzen nichts verloren, solange nicht die Rechte anderer berührt sind.

    Das sollte in einer demokratischen Gesellschaft eigentlich selbstverständlich sein. Aus Deinem Kommentar spricht eine christlich geprägte, traditionelle Moralvorstellung. Schwach argumentiert!
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#5 DominikAnonym
  • 09.04.2021, 12:43h
  • Antwort auf #4 von RalphS
  • Nicht unbedingt christlich argumentiert, sondern westlich. Nenne mir doch mal ein einziges Beispiel von einem westlichen oder überhaupt einem laizistischen Staat, in dem die Vielehe ausdrücklich legalisiert ist. Mir fallen wirklich nur Staaten mit islamischer Rechtsprechung (Scharia) ein, wo - wohlgemerkt auch nur Männern - die Vielehe gesetzlich erlaubt ist. Und dann gibt's da sicher noch ein paar Stammesgesellschaften, wo ein Staat wie z.B. Brasilien die Sitten und Gebräuche von Ureinwohnern irgendwo im Amazonasgebiet zumindest sanktionsfrei duldet. Aber mal ernsthaft gefragt: In welchem modernen Staat gibt's eigentlich die gesetzliche Möglichkeit der Vielehe? Das würde mich echt mal interessieren, wenn doch der Erwartungshorizont an den deutschen Staat immer so beschrieben wird, als sei es ein regelrechtes Unding, dass wir hier nicht noch dies und das an vermeintlicher Gleichberechtigung hätten. Also, welches Beispiel gibt es?

    Dass Gesetzgebung nichts mit dem moralischen Konsens einer Mehrheitsgesellschaft zu tun hätte, halte ich für eine sehr gewagte These. By the way.
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#6 EbenAnonym
  • 09.04.2021, 13:06h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • Bis 2001 gab es in keinem westlichen Land die gleichgeschlechtliche Ehe. War "das sollte es nicht geben, WEIL es das nicht gibt" in deinen Augen ein überzeugendes Argument dafür, sie abzulehnen?

    Schon erstaunlich, was du für ein "Argument" hältst.
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#7 RalphSAnonym
  • 09.04.2021, 13:19h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • Am Besten nochmal lesen! Du hast offensichtlich meinen Kommentar nicht verstanden.

    Es interessiert in einem Rechtsstaat nicht, was andere Staaten tun oder lassen. Sonst hätten wir die Todesstrafe immer noch.

    Ich habe nicht verlangt, die Vielehe einzuführen. Ich habe nur argumentiert, dass es keine objektive Begründung für deren Verbot gibt. Wenn Du außer Aber die anderen... eine hast, immer her damit.

    Moral spielt natürlich eine Rolle. Du hast meine Aussage verkürzt. Nämlich dann, wenn es um Rechte Dritter geht.
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#8 AnonymousAnonym
  • 09.04.2021, 13:26h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Danke !! Ich hätte es nicht treffender formulieren können. Wo setzt man dann noch Grenzen? Ich glaube spätestens bei solchen abstrusen Forderungen nach Vielehen nimmt keiner mehr LGBTI ernst...

    Das kann man mit der Ehe für alle nicht vergleichen, da man bei der Vielehe nicht von einer Gleichstellung, sondern von Sonderrechten sprechen würde. Außer es gäbe genug Heterosexuelle, die das gleiche Verlangen haben, das bezweifle ich aber stark...

    Wenn wir die Grenzen jedwedes Handelns aufbrechen, dann brauchen wir auch keine Gesetze mehr. Kann ja dann jeder machen was er will, weil nur die kleinste Einschränkung sofort eine unerträgliche Diskriminierung darstellen würde.
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#9 trans naysayerAnonym
  • 09.04.2021, 13:36h
  • Antwort auf #5 von Dominik
  • "Aber mal ernsthaft gefragt: In welchem modernen Staat gibt's eigentlich die gesetzliche Möglichkeit der Vielehe?"

    Zu 1: In einigen Staaten der USA, Brasilien und Argentinien. You will find out.

    Zu 2: Es geht nicht um "Vielehe". Du verwechselst Polygamie mit Polyamorie.
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#10 EbenAnonym
  • 09.04.2021, 13:46h
  • Antwort auf #8 von Anonymous
  • "Wo setzt man dann noch Grenzen?"

    Dasselbe Argument kam gegen die Eheöffnung für Schwule und Lesben: Wenn man das zulässt, dann gibt es gar kein Halten mehr, und alle machen plötzlich, was sie wollen. Es war da genau so unsinnig wie hier. Das Abendland existiert - leider - immer noch wie vorher.

    Was spricht eigentlich dagegen, dass alle Erwachsenen im Beziehungsleben machen, was sie wollen, und dass der Staat das auch gleich behandelt?

    Irgendwie kommt da immer noch kein echtes Argument.

    Ich kann übrigens nicht erkennen, dass die Diskussion über die rechtliche Absicherung von Mehrfachbeziehungen ein ausdrückliches LGBTTIQ-Thema wäre. De facto ist es doch aktuell eher GAR KEIN Thema.

    Viel unsinniger Alarmismus wegen nichts.
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