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Starker Kurzfilm gegen Homophobie in Russland

Der aufrüttelnde Film "We Will Become Better" für das russische LGBT-Netzwerk erscheint genau ein Jahr, nachdem Putin in der russischen Verfassung die Ehe und Adoption für homosexuelle Paare verboten hat.

  • 02. Juli 2021, noch kein Kommentar

Regisseur Andzej Gavriss wurde nach eigenen Worten durch die von der russischen Regierung unterstützte Dämonisierung von Lesben und Schwulen wachgerüttelt. Sein sechsminütiger Film, der hochprofessionell und mit viel Feingefühl gespielt, inszeniert, gestaltet und geschnitten wurde, dreht sich um zwei Tänzer, die räumlich voneinander getrennt sind. Doch die Bilder sind so kunstvoll arrangiert, dass es scheint, als würden die beiden direkt aufeinanderprallen, interagieren und die Höhen und Tiefen ihrer Beziehung ausleben.

Die Bewegungen der beiden Protagonisten Nikita Orlov und Maxim Avdeev zeigen kraftvoll all die Prüfungen der Liebe, das Hin und Her zwischen Annäherung und Zurückweichen. Was in ihrem Fall umso schwieriger ist, da Orlovs Charakter auch Angst davor hat, sich zu outen und dann draußen, jenseits der Wände ihrer getrennten Moskauer Wohnungen, offene Feindseligkeit ertragen zu müssen.

"Das sind zwei Menschen, die sich lieben und zusammen sein wollen, die sich das aber wegen der Verurteilung durch die Gesellschaft verbieten, aufgrund von Mauern, die um diese Beziehung herum errichtet werden", erklärt Autor Evgeny Primachenko. "Und so kann leider aus dieser Beziehung nichts werden."

Alle an dem Film Beteiligten hoffen, mit "We Will Become Better" etwas zu bewegen – doch ihre Ziele sind bescheiden. "Wenn die Zuschauer Mitgefühl für das Paar empfinden, dann können sie hoffentlich ihre Meinung ändern", sagt Regisseur Gavriss. "Ich bin zu 100 Prozent zuversichtlich, dass es besser wird", meint Autor Primachenko. Der Tänzer Nikita Orlov stimmt ihm zu: "Im Moment habe ich das Gefühl, dass sich die Menschen in der postsowjetischen Welt verändern, anders werden. Ich denke, es geht nicht wirklich um die Verfassung oder ältere Menschen auf dem Land. Es geht um die Menschen, die gerade heranwachsen. Sie haben ihre eigene Vision."

Am Ende des Films wird ein Link zum russischen LGBT-Netzwerk eingeblendet. (cw/pm)



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