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Nein zum "organisierten und konzertierten" Trans-Hass!

In einer beeindruckenden Rede kritisierte die schottische Abgeordnete Mhairi Black im britischen Parlament die "moral panic", die (nicht nur) im Vereinigten Königreich in Bezug auf trans Menschen herrscht.

Die schottische Abgeordnete Mhairi Black hat im britischen Unterhaus eine organisierte Kampagne gegen transgeschlechtliche Menschen beklagt. Ihre eindrucksvolle Rede wurde im Netz vielfach angeklickt. Darin beschreibt sie auch die Hintergründe der in Großbritannien seit einigen Jahren anhaltenden Welle des, wie sie sagt, "organisierten und konzertierten" Trans-Hasses.

Die geht nämlich auch zurück auf eine in den USA konzipierte Strategie der extremen Rechten. Im Jahr 2017 etwa, wie Black als Beispiel nennt, wurde auf einem jährlichen rechten Event die Taktik diskutiert, die alten Kampagnen gegen Homosexuelle einzustellen und stattdessen eine Spaltung zwischen "LGB" und dem "T", also transgeschlechtlichen Menschen, anzustreben. Letztere seien, um in ihren Bemühungen erfolgreich zu sein, schließlich auf die Unterstützung der Homo- und Bisexuellen angewiesen. Zur selben Zeit, berichtet Black, erschienen auf Twitter Accounts, die anfingen, eben jene politischen Angriffe auf transgeschlechtliche Menschen aus einer vermeintlichen Pro-LGB-Haltung heraus zu begehen.

Twitter / MhairiBlack | Auch auf Twitter fand Black 2020 klare Worte
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Black wurde im Jahr 2015 als 20-jährige Studentin ins britische Unterhaus gewählt und machte Schlagzeilen als jüngste Abgeordnete der Institution seit 1667. Damit errang die lesbische Politikerin für die Scottish National Party auch einen Sitz, den Labour mit einem Partei-Schwergewicht besetzt und als sicher geglaubt hatte.

In ihrer Rede prangerte sie an, dass sich LGBTI aus dem ganzen Land bei ihr meldeten, weil die "moral panic" auch viele Abgeordnete aller Parteien ergriffen habe. Deshalb würden sich queere Bürger*innen nicht mehr an ihre eigenen Abgeordneten wenden. In ihrer Schelte sparte sie ausdrücklich auch ihre eigene Partei nicht aus.

In einem Bericht der von der EU finanzierten Organisation ILGA Europe, erschienen Anfang 2021, werden die von trans Menschen seit Jahren beklagten, zunehmenden Anfeindungen mit Zahlen untermauert. So seien transfeindliche Hassverbrechen zwischen 2019 und 2020 um 16 Prozent gestiegen. (jk)



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07. Juli 2021
1 Kommentar

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#1 DankeAnonym
  • 08.07.2021, 10:11h
  • Abgesehen von dem wunderschön klingenden Schottisch, eine inhaltlich äußerst beeindruckende und auch erschütternde Rede. Absolut wert, sie weiter zu verbreiten. Und sie sich zu Herzen zu nehmen.
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