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Lesben und Schwule, die hetero werden wollten

Der neue Dokumentarfilm "Pray Away" erzählt mit schockierendem Archiv-Material die Geschichte der amerikanischen "Homoheiler"- und "Ex-Gay"-Bewegung - jetzt gibt es einen ersten Trailer.

  • 15. Juli 2021, noch kein Kommentar

Der Film von Kristine Stolakis zeichnet den Aufstieg und Fall von "Exodus International" nach. Die 1976 in den USA gegründete christlich-rechte Organisation glaubte, dass Lesben und Schwule durch "Konversionstherapien", Gebete und "durch die verändernde Kraft des Herrn Jesus Christus" von ihrer Homosexualität "geheilt" werden könnten.

Im Film äußern sich Betroffene, die ein solche Folter durchlaufen haben, über den Schaden, der ihnen selbst und unzähligen jungen Menschen zugefügt wurde. Einige wurden zu den "Therapien" gezwungen, andere meldeten sich "freiwillig", weil sie ihre Homosexualität ablehnten und auf ein diskriminierungsfreies Leben hofften. Zu Wort kommen auch ehemalige Anführer*innen von Exodus, die ihren Selbsthass verinnerlicht hatten, sich aber später als schwul oder lesbisch outeten. Erst 2013 löste sich die Organisation auf und bat ihre Opfer um Entschuldigung.

Für "Pray Away", ihren ersten Langfilm, stand Stolakis eine Fülle von Archivmaterial zur Verfügung. Dazu gehört neben Fernsehinterviews vor allem umfangreiches Videomaterial aus den Siebzigerjahren, das während der jährlichen Exodus-Konferenzen entstand, auf denen sich Mitgliedsgemeinden aus aller Welt versammelten.

Die von Ryan Murphy und Jason Blum produzierte Dokumentation wurde im vergangenen Jahr im Rahmen des Tribeca Film Festivals erstmals online gezeigt. Ab dem 3. August läuft sie auf Netflix. (cw)



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