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Ein Spielfilm über die drei größten Tabu-Themen des Islam

Ab 16. September im Kino: "Baghdad in my Shadow" ist ein Ensemblefilm zwischen der arabischen und westlichen Welt und erzählt von Atheismus, Gleichberechtigung und Homosexualität.

Nach seinem letzten Erfolg, dem Dokumentarfilm "Iraqi Odyssey", kehrt der Schweizer Produzent und Regisseur Samir zurück mit einem Drama, das unter die Haut geht. Er zeigt, wie sich die politische, moralische und kulturelle Vergangenheit wie ein Schatten an eine Gruppe von Exil-Iraker*innen in London heftet, auch außerhalb des Heimatlandes.

Die Story: In dem kleinen Café Abu Nawas des kurdischen Aktivisten Zeki versammeln sich täglich in London lebende Exil-Irakis. Sie verbindet nicht nur die Sprache und die gemeinsame Heimat, sondern auch die schmerzliche Erinnerung an ihre Vergangenheit. Der Dichter Taufiq (Haytham Abdulrazaq) arbeitet als Nachtwächter im British Museum und kümmert sich gleichzeitig um die Witwe und den Sohn seines Bruders Nasseer (Shervin Alenabi). Nasseer radikalisiert sich trotz des Gegenwirkens seiner Mutter und Taufiqs zunehmend in der örtlichen Moschee, wo der islamistische Prediger Yassin junge Männer indoktriniert.

Muhanad (Waseem Abbas) kann in London, anders als in Baghdad, sein Schwulsein offen ausleben. Trotzdem sträubt er sich, seinen Freund im Café vorzustellen. Amal (Zahraa Ghandour) war im Irak als Architektin tätig, aber weil sie vor ihrem Ex-Mann (Ali Daeem) geflüchtet ist und mit falschem Pass eingereist ist, arbeitet sie nun im Café als Kellnerin. Als ihr Ex-Mann jedoch dort auftaucht und Nasseers Hass auf vermeintlich Ungläubige weiter anschürt, kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Taufiq und seine Freunde müssen ihre Leben verteidigen.

In "Baghdad in my Shadow" rüttelt Samir an drei zentralen Tabus der arabischen Gesellschaft: Gottlosigkeit, Frauenbefreiung, Homosexualität – und eröffnet gleichzeitig eine interkulturelle Auseinandersetzung. Mit den Schauplätzen London und Bagdad war das Drama die erste internationale Spielfilmproduktion, die seit dem Abzug der US-Truppen in der irakischen Hauptstadt gedreht wurde.

Samirs Film wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u.a. letztes Jahr mit dem Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Schnitt und dem Publikumspreis der 55. Solothurner Filmtage sowie des 24. Arabian Sights Film Festival in Washington. Am 16. September 2021 bringt der Arsenal Filmverleih das Drama in die deutschen Kinos. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)



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