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Eine queere Familie vor 100 Jahren

Um ihre Freundin Helene Müller und deren Kinder zu ernähren, lebte die Mainzerin Maria Einsmann zwischen 1919 und 1931 in Männerkleidern als Joseph Einsmann - der neue Film "Frau Vater" erzählt ihre Geschichte.

  • 10. August 2021, noch kein Kommentar

Vimeo / Barbara Trottnow | Trailer zum Film und Möglichkeit, ihn direkt anzuschauen
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Hintergrund für Einsmanns Rollentausch war der Umstand, dass sie als Frau nach dem Ersten Weltkrieg keine Arbeit finden konnte, die eine ausreichende Entlohnung ermöglicht hätte. Nach Kriegsende mussten die Frauen den heimkehrenden Männern die wenigen Arbeitsplätze überlassen. Außerdem war die Arbeit von Frauen schlechter bezahlt. Zwölf Jahre lang fiel niemandem auf, dass Joseph in Wirklichkeit Maria war.

In dem Dokumentarfilm "Frau Vater" hat die bekannte Regisseurin Barbara Trottnow die außergewöhnliche Geschichte von Maria Einsmann mit einer Schauspielerin nacherzählt und mit Aussagen von Zeitzeug*innen ergänzt. Die Film- und DVD-Produktion konnte dank einer Förderung des Frauenministeriums Rheinland-Pfalz in Höhe von 11.000 Euro und der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz in Höhe von 13.000 Euro realisiert werden.

Der Film ist bereits fürs Heimkino erhältlich: Eine DVD kann direkt auf der Website der Produktionsfirma bestellt werden. Alternativ kann der Film oben als Video on Demand auf Vimeo angeschaut werden. (cw/pm)



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10. August 2021
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