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Coming-out-Gospel

Die deutsche Sängerin Sarah Connor hat am Mittwoch das offizielle Musikvideo zu ihrem Song "Vincent" über einen schwulen Jugendlichen veröffentlicht – getanzt und gesungen wird ausgerechnet in einer Kirche.

Den homosexuellen Teenager, über den Connor in dem Mitschunkel-Stück singt, gibt es wirklich. "Es ist der Sohn einer Freundin von mir, der sich kürzlich geoutet hat, dass er schwul ist", erklärte die Sängerin in der vergangenen Woche bei einem Auftritt in Berlin (queer.de berichtete). Sie finde es "stark, dass der einfach so mitten in der Pubertät mit 15 Jahren zu seiner Mutter sagt: So ist es – eat it – live with it. Und vor allem auch selbst weiß, es ist so und dass er zu sich steht." Nach dieser Erfahrung hatte sie "das Bedürfnis, ihm einen bestärkenden Song zu schreiben".

Die Reaktionen auf "Vincent" sind allerdings gespalten. Aus der LGBTI-Community wurde Connors Lied unter anderem als klischeehaft kritisiert. Der Song beginnt mit den Sätzen: "Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt. Er hat es oft versucht und sich echt angestrengt. Alle seine Freunde spielen GTA. Vincent taucht lieber ab und tanzt zu Beyoncé."

Auch das ziemlich heterosexuelle Video mit Gottesdienst, Bibel und Gospelchor soll wohl eher Mutti und die beste Freundin als homosexuelle Jugendliche ansprechen. Erst am Ende sieht man den erwachsenen Vincent mit seinem Partner, wie sie sich bei der Taufe ihres Babys in der Kirche kurz küssen: "Vincent hat zwei Kinder und 'n starken Mann. Er hätt' nie gedacht, dass man so lieben kann." (cw)



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#1 schlechtredenAnonym
  • 29.05.2019, 20:10h
  • Man muss nicht alles gleich schlechtreden, Autor dieses Artikels.
    Es kommt immer auf den Blickwinkel an.

    Ich sehe da eine Sängerin, die für Vielfalt ist und offen damit umgeht - Punkt 1 positiv.
    Die Melodie ist mitreißend - Punkt 2 positiv.
    Der Text handelt von einem Sohn, der seine Homosexualität entdeckt - er wird mit seinem richtigen Namen (wenn auch per Zufall) benannt - Punkt 3 positiv.
    Sowohl seine Mutter als auch Sarah positionieren sich ihm gegenüber annehmend - Punkt 4 positiv.
    Im Video ist eine Kirche zu sehen, aber keine wie man sie aus Deutschland kennt, sondern eine wahrscheinlich Baptistkirche, und erst gegen Ende zeigt sich, wer mit Vincent gemeint ist. Damit wird der Videozuschauer erstmal animiert, mitzusingen und sich mitzufreuen, bis deutlich wird, dass es sich um einen schwulen Mann handelt - und dann werden alle damit konfrontiert ob sie es akzeptieren können oder nicht - das findet automatisch bei allen Videozuschauern statt. Zusätzlich wird der Zuschauer damit konfrontiert, ob er/sie rassistisch ist oder nicht. Sie lässt die Kirchenchormitglieder positiv über die Liebe von Vincent singen - Punkt 5 positiv.

    Ich kann hier nichts negatives erkennen, weil sowohl das Lied als auch das Video eine positive Sprache spricht.

    Klischee hin oder her - kann auch bewusst verwendet worden sein, um zu provozieren - und zwar gegenüber denen, die homophob oder rassistisch sind.

    Wie gesagt, kommt auf den Blickwinkel an.
    Mir gefällt das Lied und das Video auch.

    ©BuntesUndSchönes
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#2 HallelujaAnonym
  • 29.05.2019, 20:45h
  • Hauptsache, die Homos schleppen ihr Blag von Anfang an zu den Gottesanbetern, dann ist doch immer noch alles in Ordnung. Gepriesen sei der Herr!
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#3 LotiAnonym
#4 YannickAnonym
  • 31.05.2019, 15:11h
  • Ob klischeehaft oder nicht: ich bin für jedes zusätzliche Bekenntnis zu Vielfalt und für jedes weitere bisschen Sichtbarkeit dankbar.

    Das schöne ist ja, dass auch LGBTI-Lieder eine ganze Palette von Vielfalt aufzeigen. Eben auch, dass es religiöse LGBTI gibt, genauso wie es auch LGBTI-freundliche Religionen gibt.
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