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Drei trans Väter sprechen über ihre Erfahrungen

Wenn über schwangere Männer berichtet wird, dann meist mit Sensationslust oder gar als Skandal. Die junge WDR-Journalistin Fatima Talalini zeigt, dass es auch anders geht.

Für einen neuen "reporter"-Film sprach Talalini mit drei trans Männern, die selbst ein Kind ausgetragen haben. Der erste, Kai, bleibt anonym. Er berichtet von dummen Sprüchen und Hassbotschaften während seiner Schwangerschaft, will bis heute lieber nicht erkannt werden.

Seine Vaterschaft kann Kai nicht so einfach nachweisen. In der Geburtsurkunde seines eigenen Kindes taucht sein Name, so wie er im Personalausweis steht, nicht auf. Stattdessen steht dort sein Deadname. "Wenn man den Namen aus der Geburtsurkunde suchen würde, würde man niemanden finden", fasst Fatami Talalini die diskriminierende Situation zusammen.

In dem knapp 14-minütigen Film "Trans* Mann und schwanger: Kai hat sein Kind selbst bekommen", der vom WDR-Fernsehen für das funk-Format "reporter" produziert wurde, spricht die Journalistin außerdem mit Felix, der Mitglied einer Selbsthilfegruppe für trans Väter ist, sowie mit Daniel, der die Beratungsstelle Checkpoint Queer in Lüneburg leitet.

Daniel hat großes Verständnis dafür, dass sich viele trans Väter nicht outen. Er selbst weiß aus eigener Erfahrung: "Es ist nicht so leicht, mit einem Schwangerschaftsbauch männlich gelesen zu werden." Dennoch klärt er neugierige Menschen immer wieder darüber auf, dass er sein Kind selbst zur Welt gebracht hat. Weil er hofft, dass trans Väter durch Sichtbarkeit selbstverständlicher werden.

Bereits vor einigen Wochen hatte Talalini für "reporter" einen trans Mann zu einer Frauenärztin begleitet (queer.de berichtete). (cw)



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#1 Chris4FCTPAnonym
  • 28.08.2021, 21:52h
  • Moin, ich selbst koennte mir nicht vorstellen ein Kind auszutragen, egal, auf welchem Weg ich es empfangen haette. Vor einiger Zeit konnte ich mich noch gar nicht damit auseinandersetzen inzwischen gehoert es auch in unseren Selbsthilfegruppen zu den Themen, die wir durchsprechen. Ich fuer mich habe gelernt, dass ich dem Menschen, der sich dafuer entschieden hat, positiv gegenuebertrete und mich freue, wenn fuer alle das Leben positiv weitergeht und sich entwickelt. Und jeder Bericht bringt uns ein Stück weiter und ich fuer mich werde auch mit anderen Menschen darüber sprechen und um Toleranz und Akzeptanz kämpfen.
    Christian, 64 Jahre Transmann
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