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Früher war alles besser? Bullshit!

Unter dem neuen Namen Iggy meldet sich der New Yorker Singer-Songwriter Lions Head mit der Single "Good Old Days" zurück - inspiriert wurde der kritische und doch positive Song von den Stonewall Riots.

In "Good Old Days" geht es darum, dass man oft Phrasen wie "Früher war alles besser" hört, solche Statements aber durchaus als zweifelhaft betrachtet werden können, sobald man sich mit schwerwiegenden Themen wie Völkermord, Diskriminierung, Rassismus, Polizeigewalt, Krieg, Armut etc. auseinandersetzt. Auch wenn heute bei weitem noch nicht alles in Ordnung ist, kann man dank zahlreicher politischer Bewegungen und andauerndem Aktivismus doch feststellen, dass wir uns wohl langsam, aber sicher in Richtung einer besseren Welt für viele Minderheiten bewegen – und man sich im Umkehrschluss wohl kaum die alten Zeiten zurückwünschen sollte.

Iggy schrieb den Song, nachdem er sich Roland Emmerichs Film "Stonewall" anschaute. "Ich habe mich von dem Film inspirieren lassen und fand es sehr poetisch, dass aus dem, was einst ein Aufstand war, eine Parade wurde", erklärte der Musiker.

"Good Old Days" beginnt mit den Worten:

I heard them talk about those "good ol days"
I wasn't born yet, was it really that great?
I like things now, when you're free to be gay
They used to riot now we got a parade
It's all a bunch of bullshit anyway
The hype about the good ol days

Iggy geht es darum, ernste Themen zwar ernst zu nehmen, aber sich auch mal locker zu machen, zurückzublicken und den Fortschritt zu erkennen. Positivität schafft neue Energie, Hass und Unterdrückung können mit einer Parade bekämpft und tiefgründige Themen in wunderschöne Songs verpackt werden. Und auch im dazugehörigen Videoclip wird mit viel Humor, Kitsch, sarkastischen Understatements und "The Big Lebowski"-Charme alles auf die etwas leichtere Schulter genommen. (cw)



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#1 michael hnkAnonym
  • 28.08.2021, 11:05h
  • Großartiger Song!

    Allerdings ist die Melodie in weiten Teilen auch ein Plagiat. Das Original: "Under the Bridge" von den Red Hot Chili Peppers.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 remixbeb
#3 michael hnkAnonym
  • 28.08.2021, 13:00h
  • Antwort auf #2 von remixbeb
  • Dann vergleich doch nur mal, wie der jeweilige Gesangspart beginnt:

    "I heard them talk about those "good ol days" (...)"

    vs.

    "Sometimes I feel like I don't have a partner (...)"

    Das ist exakt die gleiche Melodie. Kannste 1:1 aufeinanderlegen.

    Auch die schnelleren Parts wurden abgekupfert:

    "I'm not here to teach ya or to preach to ya (...)"

    vs.

    "I don't ever wanna feel like I did that day (...)"

    Es wurde hier nur ein bisschen anders arrangiert, ein klein wenig Tempo rausgenommen und taktmäßig gekürzt. Sonst aber ist alles gleich.

    Auf ähnliche Weise wurde z.B. auch Sarah Connors "From Sarah with Love" von Toni Braxtons "Un-break my Heart" - na ja - "inspiriert".

    Ich find so was auch nicht schlimm. Der Song ist gut und auch wirklich gut gemacht. Trotzdem ist die tragende Melodie aber ein Plagiat, eindeutig.
  • Antworten » | Direktlink »