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Queerer Kaffeeklatsch mit Giffey
Cleverer Schachzug der Berliner SPD: Für ein Wahlkampfvideo spannte Franziska Giffey, die Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, die drei Aktivist*innen Johannes Kram. Stephanie Kuhnen und Frank Wilde ein.
- 13. September 2021,
In dem rund fünfminütigen Clip aus Giffeys Porträtreihe #37ausBerlin präsentieren sich die sonst scharfzüngigen Kämpfer*innen für LGBTI-Rechte äußerst handzahm, führen die ehemalige Bundesfamilienministerin freundlich durch den Regenbogenkiez und plauschen anschließend auf der Terrasse des Café Berio.
"Berlin ist Regenbogenhauptstadt", sagt Franziska Giffey zu Beginn des Videos. "Hier leben tolle Menschen, die sich einsetzen für die Freiheit, dass jede Berlinerin und jeder Berliner in unserer Stadt so leben und lieben kann, wie er oder sie es möchte." Was sie für queere Menschen in der Hauptstadt anpacken will, verrät die SPD-Kandidatin nicht im Clip. Sie hört vor allem zu oder sagt: "genau, genau".
Ganz unpolitisch ist der queere Kaffeeklatsch dennoch nicht. Stephanie Kuhnen thematisiert die Diskriminierung lesbischer Mütter im Abstammungsrecht, Johannes Kram setzt sich für die Rettung der durch die Coronakrise bedrohten queeren Infrastruktur ein und Frank Wilde fordert einen besseren Schutz von LGBTI durch die Politik. "Ich fand es superspannend", sagt Giffey zum Abschluss.
Während ihr Wilde noch "viel Glück auf dem Weg zur Bürgermeisterin" wünscht, machte Kram bereits Ende August deutlich, dass die SPD-Politikerin mit seiner Stimme nicht rechnen kann: Er unterzeichnete einen Wahlaufruf für ihren Konkurrenten Klaus Lederer von der Linken (queer.de berichtete). (mize)











Das ist reines Rainbow-washing und die queere Community sollte sich ihren nicht-weißen Geschwistern gegenüber solidarisch zeigen.