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Einer der größten Skandale der jungen Bundesrepublik
Der neue Dokumentarfilm "Das Ende des Schweigens" erinnert mit Spielszenen an die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951, die hunderte Männer ins Unglück stürzten - jetzt gibt es einen Trailer!
- 07. November 2021,
Als der 17-jährige Sexarbeiter Otto Blankenstein im Sommer 1950 von der Polizei in Frankfurt am Main aufgegriffen wird, findet sie bei ihm ein Notizbuch mit den Namen seiner Kunden. In den darauffolgenden zehn Monaten wird gegen mehr als 200 homosexuelle und bisexuelle Männer ermittelt, rund 100 werden verhaftet – quer durch alle Schichten, vom Arbeiter bis zum Arzt.
Blankenstein entfacht damit eine der größten Verfolgungen einer Minderheit in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951 stürzen hunderte Männer ins Unglück. Staatsanwaltschaft und Polizei führten gegen sie einen erbitterten Kampf – mit Gesetzen aus der Nazi-Zeit.
Anhand von Spielszenen und Interviews mit seinerzeit Verfolgten und Historikern erzählt der Film von van-Tien Hoang von einem politischen Kampf, der erst 45 Jahre später zu Ende ging.
"Das Ende des Schweigens" startet am 2. Dezember 2021 im Verleih von GMfilms im Kino. Eine ausführliche Besprechung folgt. Über die Frankfurter Homosexuellenprozesse berichtete Erwin In het Panhuis auf queer.de ausführlich unter der Überschrift "Eine beispiellose Hetzjagd gegen Schwule in der jungen BRD". (cw)
















